Auf dieser Seite finden Sie einige Hinweise zum Studium der neutestamentlichen Wissenschaft an der Theologischen Fakultät der Universität Leipzig.

Buchrücken von Meyers Kommentarreihe zum Neuen Testament in einem Buchregal
Meyers Kommentarreihe zum Neuen Testament, Foto: Nicole Oesterreich.

Leitende Hinweise/Fragen bei der Lektüre von Aufsätzen:

ƒLesen Sie den Aufsatz einmal im Ganzen durch!
Machen Sie sich die ƒGliederung klar: Wie ist der innere Zusammenhang?
Beantworten Sie folgende Fragen:

  • ƒWas ist die Frage/das Problem?
  • ƒWelche These wird formuliert?
  • ƒWas ist der Problemhorizont der Frage/These (z.B. andere Forschungspositionen, eine konkrete Position)?
  • ƒWelche Antwort wird auf die Frage gegeben?
  • ƒWie lässt sich die Antwortstrategie nachvollziehen?
  • ƒWelche Voraussetzungen werden gemacht?
  • ƒWelche Begründungen werden gegeben?
  • ƒSind die Begründungen hinreichend?
  • ƒWelche Texte spielen dabei die Hauptrolle?
  • ƒWerden die Texte angemessen interpretiert?
  • ƒWas sind die Ergebnisse?

Halten Sie Ihre Ergebnisse übersichtlich fest.

Stellen Sie sich die Frage nach dem Zusammenhang der einzelnen Teile des Aufsatzes mit dem Thema der Seminarsitzung.
Gewichten Sie einzelne Teile des Aufsatzes für das Referat.
ƒWählen Sie Schwerpunkte bezogen auf das Thema der Seminarsitzung aus: Trennen Sie Wichtiges von Unwichtigem.
ƒReflektieren Sie über Ihr „Publikum“ – was muss über den Aufsatz hinaus erläutert werden?
ƒFormulieren Sie knapp den Ausgangspunkt und die These bzw. Problemstellung.
Stellen Sie die Argumentation gegliedert dar.
Nehmen Sie ausgewählte, prägnante und kurze Zitate zur Veranschaulichung auf.
ƒAchten Sie auf die Unterscheidung zwischen der Position des Autors und der von ihm nur referierten Positionen anderer! (sprachliche Klarheit)
ƒWas sollen die Hörerinnen und Hörer am Ende wissen?
ƒGeben Sie eine eigene Einschätzung:

  • Gibt es Verständnisprobleme?
  • Wo liegen die Stärken der Argumentation?
  • Welche Einsichten werden gewonnen?
  • Wo liegen die Probleme in der Argumentation?
  • Was bleibt offen?
  • Wo liegt der Autor offensichtlich falsch?

Stellen Sie wichtige Zitate und Aussagen auf einem Übersichtsblatt zusammen mit Fragen, Thesen und sonstigen Anregungen zur Diskussion.
ƒWo immer möglich: Straffen Sie die Darstellung!
ƒArbeiten Sie Ihren Vortrag wörtlich aus kontrollieren Sie die Zeit! Als Regel gilt: kürzere Aufsätze 10 min; längere 15 min; sehr lange 20 min.

Merkblatt Modulanforderungen Lehramt

In den Lehramtsstudiengängen ist es grundsätzlich so, dass ein Modul mit Prüfung in der Regel innerhalb eines Semesters abgeschlossen sein muss.

Für die Module AT/NT II, KG II, ST II in den Lehramtsstudiengängen kann seitens der Studierenden entsprechend ihrer jeweiligen Prüfungsordnung eine häusliche Leistung (Essay oder Hausarbeit) gewählt werden. Dafür hat der Prüfungsausschuss der Theologischen Fakultät in seiner Sitzung vom 20.10.2015 folgende Festlegungen getroffen:

Standards für Hausarbeiten und Essays im Lehramt, Umgang mit Fristen

  • Umfang Hausarbeit: 15 Seiten für eine Erarbeitungszeit innerhalb von 4 Wochen
  • Umfang Essay: 7 Seiten für eine Erarbeitungszeit von 2 Wochen

Die genaue Terminierung für die Frist von 4 bzw. 2 Wochen findet in Abstimmung mit der/dem Dozierenden statt.

Wichtig: Evtl. Verzögerungen bedürfen ebenfalls der Absprache mit der/dem Dozierenden und auch dem Studienbüro. In der Semesterpause durchgeführte Praktika können nicht als Grund für die Nichtabgabe von Arbeiten geltend gemacht werden.

Wenn die Arbeit bis zum Ende der vorlesungsfreien Zeit (30.09/15.10. bzw. 31.03./15.04.) nicht abgegeben wird, gelten folgende Regeln:

  • Die nicht abgegebene Arbeit wird für n.b. (Bewertung mit 5,0) erklärt.
  • Mit der Prüferin/dem Prüfer ist ein neues Thema zu verabreden, das in der nächstfolgenden Semesterpause oder spätestens in der übernächsten Semesterpause (Modulprüfungen sind innerhalb eines Jahres zu wiederholen – danach gelten sie als endgültig nicht bestanden) zu bearbeiten ist. Für diese häuslichen Modulwiederholungsprüfungen sollte eine Themenwahl durch die Studierenden ausgeschlossen werden. In diesen Fällen wird ein Thema zugeteilt.
  • Sollten Studierende während der Semesterpause nachweisbar so lange erkrankt sein, dass keine 4 bzw. 2 Wochen Erarbeitungszeit mehr zustande kommen, ist eine Verlängerung der Abgabefrist einzuräumen.
  • Krankheit ist mit dem Formular „Bescheinigung zur Prüfungsunfähigkeit“ nachzuweisen

Do Nr 1: Sich eine Forschungsfrage stellen

Eine gute Arbeit braucht ein gutes Thema. Stellen Sie sich eine Frage zu Ihrem Text, die Sie interessiert und der Sie in Ihrer Arbeit nachgehen.

Wählen Sie die passenden Methodenschritte zur Analyse aus, von denen Sie sich zielführende Ergebnisse versprechen.

Gestalten Sie Einleitung und Schluss entsprechend Ihrer Forschungsfrage und nutzen Sie diese als roten Faden durch Ihre Arbeit.

Do Nr 2: Richtiges Argumentieren

Sie haben eine echt gute These gefunden oder selbst erdacht? Sehr gut – immer her damit! Fußnote dran und weiter im Text? Lieber nicht, denn gutes Argumentieren ist die Grundübung eines Geisteswissenschaftlers bzw. einer Geisteswissenschaftlerin!

Aufbau einer Argumentation mit These, Argumenten und Beispielen.
Aufbau einer Argumentation, Foto: Nicole Oesterreich.

Do Nr 3: Aufsätze, Aufsätze, Aufsätze

Auch Monografien sind mitunter nicht zu verachten, aber warum sich durch dicke Wälzer quälen, wenn man es auch kurz und knackig passend zum Thema haben kann! Lesen Sie Aufsätze, statt hunderter Seiten Monografien durchzuwühlen!

Die umfangreichste Datenbank theologischer Aufsätze finden Sie hier: https://www.ixtheo.de.

Screenshot von der Seite ixtheo.de, Foto: Nicole Oesterreich.
Screenshot von der Seite ixtheo.de, Foto: Nicole Oesterreich.

Do Nr 4: Formatvorlagen verwenden

Kennen Sie folgende Situation? Sie haben Ihren ganzen Text schon geschrieben, alles schön formatiert und werfen einen letzten Blick in die Vorgaben Ihrer Dozentin bzw. Ihres Dozenten. Ups, Sie sollten doch eine andere Schriftgröße verwenden. Das schnell per Hand geändert und alles hat sich verschoben. Es beginnt ein tagfüllender Kampf mit Ihrem Worddokument, der Sie viele Nerven kostet.

Verwenden Sie Formatvorlagen – machen Sie sich das Leben leicht!

Formatvorlagen in Word, Foto: Nicole Oesterreich.
Formatvorlagen in Word, Foto: Nicole Oesterreich.

Do Nr 5: Citavi oder ähnliches benutzen

„Ja, wo hab ich das gleich nochmal gelesen?“ Beim Recherchieren für das Schreiben einer (Pro)Seminararbeit verliert man schnell den Überblick. Dafür gibt es sogenannte Literaturverwaltungsprogramme. Eins davon ist Citavi (kostenlos für Studis über das URZ). Dort kann man nicht nur Zitate und die verwendete Literatur eintragen, sondern auch automatisch Fußnoten und Literaturverzeichnisse erstellen. Damit hat man auch gleich die Formalia richtg erledigt.

Do Nr 6: Den Dozenten oder die Dozentin fragen

Sie haben den Methodenschritt im Seminar schon nicht verstanden, auch die Literatur, die Sie darüber gelesen haben, erhellt Sie nicht und keine Ihrer Kommilitoninnen oder Kommilitonen kann Ihnen weiterhelfen? Kein Problem. Die Dozentinnen und Dozenten geben gerne Auskunft über fachliche Fragen. Und damit zeigen Sie Engagement und verbessern garantiert Ihre Note!

Do Nr 7: Forschungsmeinungen diskutieren

Nur weil jemand einen Lehrstuhl für Neutestamentliche Wissenschaft besetzt, hat er noch lange nicht automatisch recht. In der Wissenschaft gibt es mindestens so viele Auffassungen, wie es Professorinnen und Professoren gibt. Stellen Sie an zentralen Stellen Ihrer Arbeit unterschiedliche, aktuelle Forschungsmeinungen gegenüber, diskutieren Sie die beigefügten Argumente und entscheiden Sie sich für eine. Damit zeigen Sie, dass Sie Ihr Fach verstanden haben.

Zwei Frauen und ein Mann mit Büchern und Kaffee an einem Schreibtisch.
Mitarbeitende des Instituts, Foto: Andreas Schüle.

Do Nr 8: Englischsprachige Literatur verwenden

Die aktuelle bibelwissenschaftliche Forschung findet dank der wissenschaftlichen Globalisierung zum großen Teil in englischer Sprache statt. Damit Sie keine aktuelle Forschungsthese für Ihre Arbeit verpassen, polieren Sie Ihr Englisch auf und lesen Sie englische Aufsätze. Aber Vorsicht, die amerikanische Forschung diskutiert gerne mal äußerst Hypothetisches und noch Halbgares zum Ausprobieren. Das ist in der deutschen Forschung absolut unüblich. Lassen Sie sich nicht verwirren und lesen Sie gründlich, auch Rezensionen und Antworten auf Aufsätze.

Don´ts

Don´t Nr 1: Keine oder ungeeignete Literatur verwenden

„He, warum in die Bibliothek gehen? Ich hab da doch noch ein paar Kommentare von Opa zu Hause, das reicht auch!“

Autsch! Auch, wenn es bei Ihnen zu Hause gemütlicher ist, sollte die Bibliothek für die Dauer Ihres Studiums Ihr zweites Zuhause werden. Nur dort befindet sich die neueste Literatur, nur dort bekommen Sie ausreichend Zeitschriftenartikel, die für eine gute (Pro)Seminararbeit unbedingte Voraussetzung sind.

Und ein Kaffee mit Ihren Kommilitoninnen und Kommilitonen ist auch nicht zu verachten! 

P.S.: Die Kommentare von Opa sind in der Regel maximal noch für die Forschungsgeschichte interessant…

Ein Student geht auf der große Haupttreppe in der Bibliothek Albertina nach oben. Man sieht ihn schräg rechts von hinten. Er trägt eine Brille und guckt nach oben. Unter seinem rechten Arm sind vier dicke Bücher.
Ein Student im Treppenhaus der Albertina, Foto: Christian Dellert.

Don´t Nr 2: Ergebnisse erfinden

Wenn eine Methode, die man verwendet, keine (weiterführenden) Ergebnisse liefert, dann sollte man entweder eine andere Methode verwenden oder die Größe besitzen, das auch zu sagen. Niemanden nutzt es, wenn Sie sich Ergebnisse aus den Fingern saugen oder drum herum reden. Erläutern Sie Ihr Vorgehen und – wenn vorhanden – eine Ursache, warum die Methode nicht funktioniert.

Don´t Nr 3: Methodische Einführungen in jedem Kapitel

Ihre Dozentin und Ihr Dozent weiß vermutlich besser als Sie, was die Methode, die Sie gerade anwenden, für Vor- und Nachteile hat und wozu sie dient, da er oder sie Ihnen genau das beigebracht hat. Also vermeiden Sie langatmige Methodeneinführungen und füllen Sie die Seiten lieber mit Ergebnissen oder interessanten Forschungsdiskussionen.

Don´t Nr 4: Unwichtige Analyseergebnisse oder langweilige Erkenntnisse aus der Literatur wiedergeben

Nichts ist langweiliger als die Aufzählung wie viele καὶs in einem neutestamentlichen Textabschnitt stecken. Bitte seien Sie gnädig mit Ihren Dozentinnen und Dozenten und verarbeiten Sie nur weiterführende Ergebnisse. Im obigen Fall könnten Sie auf die parataktische Struktur des Textes hinweisen.

Ausnahmefall: Sie müssen zeigen, dass Sie eine Methode beherrschen, wobei die Methode keine weiterführenden Ergebnisse bietet. Dann sollten Sie das dazu schreiben.

Don´t Nr 5: Vorgegebene Formalia missachten

Wissenschaftliches Personal denkt sich etwas dabei, wenn es Ihnen Leitfäden für die Literaturangaben zur Verfügung stellt. Je nach Fachbereich kann sich das etwas unterscheiden. Damit Sie die Übersicht behalten und nicht verzweifeln, nutzen Sie die Hilfestellungen, die wir Ihnen geben. Sie finden Sie hier
PDF 254 KB
.

Don´t Nr 6: Das Literaturverzeichnis stiefmütterlich behandeln

„Es steht eh nur auf den letzten Seiten und ist völlig sinnlos!“, denken Sie vielleicht. Da liegen Sie aber leider falsch. Es dient dazu, die von Ihnen verwendete Literatur zu überblicken und wiederzufinden. Ein gepflegtes Literaturverzeichnis steht für sauberes Arbeiten. Also geben Sie sich Mühe!

Anforderungsprofil für die Proseminararbeit bei Nicole Oesterreich bei Verwendung des Lehrbuchs Finnern/Rüggemeier

Folgende Anforderungen entsprechen jeweils voller Punktzahl. Die Bezeichnung „Student“ bezieht sich auf alle Geschlechter.

1. Methodenkompetenz (insg. 2 + 38)

  • Der Student ist in der Lage, eine möglichst fehlerfreie Übersetzung des griechischen Textes anzufertigen.
  • Der Student erkennt weiterführende Ergebnisse, reflektiert seine Auswahl und benennt solche Ergebnisse, die nicht weitergeführt werden können.

a. Textkritik (4 BE)

  • Der Student ist in der Lage, eine textkritische Stelle sowie die Abkürzungen im Apparat mit Hilfe des NA28 fehlerfrei zu entschlüsseln und liefert dazu weitere Informationen aus der Sekundärliteratur.
  • Der Student ist in der Lage, innere und äußere Kriterien sowie deren weiterführende Bedeutung angemessen zu reflektieren und zu interpretieren.

b. Sprachliche Analyse (4 BE)

  • Der Student ist in der Lage, eine sprachliche Analyse mit ihren Teilschritten außerordentlich gründlich durchzuführen.
  • Der Student erkennt nahezu alle vorliegenden Mängel an Kohärenz oder Kohäsion und verwendet die Begriffe richtig.

c. Entstehungskontext (4 BE)

  • Der Student ist in der Lage, viele Indizien auf den Entstehungskontext aus der vorgegebenen Perikope zu erkennen.
  • Der Student ist in der Lage, Einleitungsfragen aus neutestamentlichen Einleitungen zu beantworten und kritisch zu evaluieren.

d. Gattungsanalyse (4 BE)

  • Der Student ist in der Lage, eine Gattungsanalyse mit Vergleich mit anderen Formen der gleichen Gattung durchzuführen. Der Student kann dabei die Problematik der neutestamentlichen Gattungen und der Sekundärliteratur (Berger!) angemessen reflektieren. Die eigenen Ergebnisse werden kritisch reflektiert, mögliche Problematiken benannt. Der Student bezieht in hohem Maß Sekundärliteratur mit ein, die kritisch betrachtet wird.

e. Analyse der Vorgeschichte (4 BE)

  • Der Student findet nahezu alle Indizien für Textwachstum.
  • Der Student ist in der Lage, daraus eine Theorie des Textwachstums zu erstellen. Der Student ist in der Lage, mögliche weitere Quellen des vorliegenden Textes (NA-Rand) zu erkennen. Die Theorie wird kritisch reflektiert, mit Sekundärliteratur abgeglichen, auf ihren Zusammenhang zur Zweiquellentheorie eingegangen oder eine andere besondere reflektierte Zusatzleistung dargeboten.

f. Synoptischer Vergleich und Redaktionsanalyse (4 BE)

  • Der synoptische Vergleich ist außerordentlich fleißig durchgeführt, wichtige Unterschiede werden genannt und reflektiert.
  • Der Student ist in der Lage, die Ergebnisse des synoptischen Vergleichs mit Hilfe der Redaktionsanalyse in Kenntnis von Thesen aus der Sekundärliteratur weiterweiter zu führen.

g. Fragen stellen und Recherchieren/Vers-für-Vers-Interpretation (6 BE)

  • Der Student stellt mehrere sinnvolle Fragen an die Perikope, reflektiert deren Auswahl und gibt Hinweise auf weitere zur Interpretation wertvolle Fragen.
  • Der Student führt umfassendes eigenes Quellenstudium durch, hinterfragt die Wahrscheinlichkeit der Kenntnis der Quelleninhalte durch die neutestamentlichen Autoren, untermauert seine Erkenntnisse mit Sekundärliteratur und findet außerordentlich interessante Ergebnisse.

h. Narratologische Analyse – zwei geforderte Teilanalysen (4 BE)

  • Die narratologischen Teilanalysen (Figuren-, Perspektiv-, Handlungs-, Raumanalyse) sind umfangreich und mit viel Engagement durchgeführt, weiterführenden Teilanalysen ausgewählt und evtl. mit Sekundärliteratur ergänzt.

i. Textnachwirkung (2 BE)

  • Der Student ist in der Lage, die meisten kurzfristigen und langfristigen Textwirkungen zu erfassen und weiterführende Ergebnisse zu formulieren sowie zu reflektieren.

j. Historisches Interesse (2 BE)

  • Die Machbarkeits- und Plausibilitätsanalyse wurde für mehrere Entitäten und mit viel Fleiß durchgeführt.

2. Kompetenz im Umgang mit Sekundärliteratur (8 BE)

  • Die Auswahl der Medien (Monografien, Aufsätze, Lexika) ist sehr abwechslungsreich und mehr als angemessen. Die Anzahl an verwendeten Medien ist sehr hoch ebenso wie der betriebene Aufwand.
  • Der Student verwendet ausschließlich Fachliteratur von hoher Qualität, nutzt aktuelle Literatur, geht kritisch auf ältere Literatur ein und verwendet diese gegebenenfalls angemessen.
  • Der Student nutzt englischsprachige Literatur in hoher Zahl.

3. Argumentationskompetenz (4 BE)

  • Der Student ist in der Lage, Argumentationen aus Texten zu erkennen und nachzuvollziehen sowie zu kritisieren.
  • Der Student entwickelt häufig eigene, schlüssige Argumentationen.

4. Schreibkompetenz (16 BE)

a. Einleitung

  • Die Einleitung stellt interessante Fragen, die in der Arbeit wieder auftauchen, führt auf das Thema hin in einer interessanten Art und Weise und gibt sogar einen kleinen forschungsgeschichtlichen Abriss.

b. Schluss/Zusammenfassung

  • Der Student verbindet die Zusammenfassung mit der Einleitung und den in wesentlichen Erkenntnissen und überträgt diese auf eine heutige Situation und findet dabei zu einem kreativen Umgang mit dem Bibeltext.

c. Formalia

  • Die Formaliavorgaben sind perfekt umgesetzt.
  • Orthografie und Grammatik sind nahezu perfekt.

d. Ausdruck

  • Der Student besitzt einen angemessenen wissenschaftlichen Ausdruck (passivische Konstruktionen, Vermeidung von Wiederholungen, abwechslungsreiche Verben).
  • Der Anteil an Fachworten ist hoch und sie sind durchgehend korrekt verwendet.

 

Ist eine Analyse nicht möglich, verringert sich die Gesamtpunktzahl um den Wert der Analyse.

Stand Juli 2020

 

1. Literarische Gestalt und theologische Bedeutung der Kindheitsgeschichten bei Matthäus und Lukas
2. Aufbau, Funktion und Tradition der Passionsgeschichte des Markusevangeliums
3. Die Paulusreden der Apostelgeschichte. Literarische und rhetorische Analyse, Funktion für das Paulusbild des Lukas
4. Das Geschichtsbild des Lukas im Rahmen des antiken Verständnisses von Historiographie
5. Johannes 17: Literarische und traditionsgeschichtliche Beobachtungen, Bedeutung für die jo-hanneische Jesuserzählung
6. Historische und literarische Bedeutung des Pilatus im Neuen Testament sowie bei Josephus und Philo von Alexandrien
7. Der sogenannte „Tränenbrief“ 2. Korinther 10-13: Literarische und rhetorische Analyse, Dar-stellung des Konfliktes zwischen Paulus und seinen Gegnern
8. Das Bild der Kirche im Epheserbrief
9. Der eschatologische Entwurf des 2. Thessalonicherbriefes im Vergleich zum 1. Thessaloni-cherbrief und seine traditionsgeschichtlichen Hintergründe
10. Literarische und theologische Charakteristik der Pastoralbriefe
11. Sozialgeschichtliche Probleme des Urchristentums am Beispiel des Philemonbriefes
12. Ekklesiologie der Pastoralbriefe als Ekklesiologie der Paulusschule
13. Die Melchisedek-Typologie des Hebräerbriefes: Traditionsgeschichtliche Hintergründe, lite-rarische Darstellung, Funktion innerhalb des Briefes
14. Weisheit im Jakobusbrief
15. Literarische Probleme und theologische Grundzüge der Johannesbriefe
16. Historische Situation und christologischer Entwurf des 1. Petrusbriefs
17. Taufe und Wiedergeburt im 1. Petrusbrief
18. Das theologische Anliegen des Judasbriefes und sein Verhältnis zum 2. Petrusbrief
19. Die Sendschreiben der Offenbarung: Literarische und historische Analyse, Bedeutung für die Schrift
20. Historische Situation und christologischer Entwurf der Johannesoffenbarung

Die folgende Linkliste wurde von Professor Dr. Marco Frenschkowski und Dr. des. Paulus Enke im Frühjahr 2020 erstellt. Sie enthält nützliche Links und Hinweise zum Studium der neutestamentlichen Wissenschaften – nicht nur in Zeiten der Pandemie.

Linkliste
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