Ringvorlesung am

Veranstaltungsort: HS 2 (Campus Augustusplatz)

Während der Corona-Pandemie ist von verschiedenen Seiten beklagt worden, dass Theologie und Kirche der Gesellschaft, aber auch den Gemeinden, kein konkretes Wort angesichts der Krise zu sagen gehabt hätte. Vielleicht konnte die Kirche dieses Wort deshalb nicht sprechen, weil sie schon länger nur einen lieben Gott kennt, der lediglich die Aufgabe hat, das menschliche Handeln zu bestätigen oder, wenn mal etwas schief gelaufen ist, zu vergeben und zu trösten. So etwas wie eine Corona-Pandemie hat im gegenwärtig vorherrschenden Gottesbild keinen Platz. Schon Dietrich Bonhoeffer war jedoch überzeugt, dass Theologie und Kirche viel zu gemütlich von Gott reden würden. Der biblische Gott ist alles andere als gemütlich. Wehe, wer in die Hände des lebendigen Gottes fällt, heißt es sowohl im Alten Testament als auch im Neuen Testament! Die Ringvorlesung will ausloten, wie die Rede von Gottes Zorn, Gericht und Heimsuchung heute aussehen könnte.

Im Rahmen der Ringvorlesung "Ein Gott, der richtet" spricht Prof. Dr. Frank M. Lütze zum Thema "Das Jüngste Gericht im Klassenzimmer".

Erstellt von: i.A. Konrad Zimare