Lehrveranstaltungen Theologie Wintersemester 2001/2002

Abkürzungen

Institut für Alttestamentliche Wissenschaft
Judaistik
Institut für Neutestamentliche Wissenschaft
Institut für Kirchengeschichte
Christliche Archäologie und kirchliche Kunst
Ökumenik und Konfessionskunde
Territorial-Kirchengeschichte
Institut für Systematische Theologie
Fundamentaltheologie und Hermeneutik
Institut für Praktische Theologie
Religions- und Kirchensoziologie
Missionswissenschaft
Institut für Religionspädagogik
Institut für Liturgiewissenschaft
Lektorat für Alte Sprachen

Angebote anderer Fakultäten der Universität Leipzig
Vorlesungsverzeichnisse der Theologischen Fakultät Halle

 



Abkürzungen:

V = Vorlesung D = Diplomstudiengang
S = Seminar MHF = Magister-Hauptfach
SK = Sprachunterricht MNF = Magister-Nebenfach

HS = Hauptseminar RP = Lehramt
PS = Proseminar

Ü = Übung
OS = Oberseminar
K = Kolloquium

SWS = Semesterwochenstunden
n.V. = nach Vereinbarung

Institut für Alttestamentliche Wissenschaft
 

Frühnachexilische Prophetie (Haggai/Sacharja 1-8)

R. Lux

V/ D, MHF/
4 SWS /

Mo 9.15-10.45
Di 9.15-10.45 

 

 

Inhalt:
Die Vorlesung geht der Botschaft der frühnachexilischen Propheten Haggai und Sacharja in der Zeit des Wiederaufbaus des Zweiten Tempels nach. Sie behandelt neben einer Exegese des "Zweitprophetenbuches" eingehend den historischen und sozialgeschichtlichen Kontext der beiden Propheten im Zusammenhang mit der Errichtung der persischen Provinz Jehud. Darüber hinaus wird nach der Aufnahme vorexilischer und exilischer Prophetentradition durch Haggai und Sacharja und ihrem literarischen und theologischen Ort im Dodekapropheton gefragt.
Literaturhinweise:
Delkurt, H.: Sacharjas Nachtgesichte, BZAW 302, Berlin/New York 2000. - Hanhart, R.: Sacharja 1-8, BK XIV/7.1, Neukirchen 1998. - Meyers, C.L. und E.M.: Haggai, Zechariah 1-8, AncB 25B, New York 1987. - Reventlow, H. Graf: Die Propheten Haggai, Sacharja, Maleachi, ATD 25,2, Göttingen 1993. - Rudolph, W.: Haggai - Sacharja 1-8, Sacharja 9-14, Maleachi, KAT, Berlin 1981. - Wolff, H.W.: Haggai, BK XIV/6, Neukirchen 21991.
 

Grundwissen Theologie I: Altes Testament

R. Lux

V/ RP/
3 SWS /

Mi 8.15-10.45 

 

 

Inhalt:
Das Alte Testament ist als hebräische Schriftensammlung des Frühjudentums überliefert worden. Seine Besonderheit besteht darin, daß es die Basisurkunde zweier Religionen darstellt, des Judentums und - im Verbund mit dem Neuen Testament - des Christentums. Die Vorlesung führt in den Raum, die Zeit, die Entstehung sowie die Probleme und Methoden der Erforschung dieser Schriftensammlung ein und vermittelt erste Einblicke sowie ein Basiswissen für die weitere Beschäftigung mit dem ersten Teil der christlichen Bibel.
Literaturhinweise:
Dohmen, Chr.: Die Bibel und ihre Auslegung. München 1998. - Levin, Chr.: Das Alte Testament. München 2001.
Bemerkungen:
Termine: Mi 8.15-10.45, für das Alte Testament am 10.10., 17.10., 25.10., 7.11., 14.11.
 

Psalmen

D. Mathias

V/ D, MHF/
3 SWS /

Di 8.15-9.00
Do 11.15-12.45 

 

 

Inhalt:
Nach einem einführenden Teil zu den Fragen der Entstehung des Psalmenbuches und den Charakteristika der hebräischen Poesie werden in der Vorlesung nach gattungsgeschichtlichen Gesichtspunkten ausgewählte Psalmen interpretiert. Ausgangspunkt ist der hebräische Text. Die Vorlesung möchte die Liebe zur hebräischen Poesie fördern und einen Beitrag zu ihrem besseren Verständnis leisten.
Literaturhinweise:
Gunkel, H. / Begrich, J.: Einleitung in die Psalmen: die Gattungen der religiösen Lyrik Israels.- Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht,41985; Kraus, H.-J.: Psalmen. 2 Bde.- Neukirchen-Vluyn: Neukirchener Verl., 61989 (BK.AT; XV,1-2); ders.: Theologie der Psalmen.- Neukirchen-Vluyn: Neukirchener Verl., 21989 (BK.AT; XV,3); Seybold, K.: Die Psalmen: eine Einführung.- Stuttgart/Berlin/ Köln/Mainz: Kohlhammer, 21990 (Urban-Bücher; 382); ders.: Die Psalmen.- Tübingen: Mohr, 1996 (HAT; I/15); Hossfeld, F.-L. / Zenger, E.: Psalmen 51-100.- Freiburg/Basel/Wien: Herder, 2000 (HThK: AT)
Bemerkungen:
Voraussetzung: Hebraicum, alttestamentliches Proseminar
 

Einleitung in das Alte Testament

M. Albani

V D, MNF, RP/
4 SWS /

Mo 11.15-12.45
Di 11.15-12.45 

 

 

Inhalt:
Die Veranstaltung will eine Einführung in den aktuellen Forschungsstand zur Buch- und Literaturgeschichte des Alten Testaments bieten. Dabei geht es um die Entstehung der alttestamentlichen Büchersammlung (Kanongeschichte), um die Textgeschichte und um die Entstehungsgeschichte der einzelnen Bücher und Literaturwerke des Alten Testaments.
Literaturhinweise:
Kaiser, O.: Grundriß der Einleitung in die kanonischen und deuterokanonischen Schriften des Alten Testaments. Bd. 1-3. Gütersloh 1992/1994; Schmidt, W.H.: Einführung in das Alte Testament, Berlin51995; Zenger, E., (u.a.): Einleitung in das Alte Testament. Stuttgart / Berlin / Köln31998.
 

Der Kult und sein Personal im Alten Testament

D. Mathias

HS D, MHF/
2 SWS /

Di 14.15-15.45 

 

 

Inhalt:
Von Priestern, Leviten und Tempelsängern ist an vielen Stellen des Alten Testaments die Rede. Das Seminar will den historischen und traditionsgeschichtlichen Spuren des im Tempelkult beschäftigten Personals nachgehen und eine religions- und sozialgeschichtliche Rekonstruktion seiner Lebenswelt versuchen.
Literaturhinweise:
Blenkinsopp, J.: The Judaean Priesthood during the Neo-Babylonian and Achaemenid Periods: a Hypothetical Reconstruction. CBQ 60 (1998), S. 25-43; Gunneweg, A. H. J.: Leviten und Priester: Hauptlinien der Traditionsbildung und Geschichte des israelitisch-jüdischen Kultpersonals.- Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht, 1965 (FRLANT; 89); Haran, M.: Temples and Temple-Service in Ancient Israel: an Inquiry into Biblical Cult Phenomena and the Historical Setting of the Priestly School.- Winona Lake, Indiana: Eisenbrauns, 21995; Nurmela, R.: The Levites: Their Emergence as a Second-Class Priesthood.- Atlanta, Georgia: Scholars Press, 1998 (SFSHJ; 193); Riley, W.: King and Cultus in Chronicles: Worship and the Reinterpretation of History.- Sheffield: JSOT Press / Sheffield Academic Press, 1993 (JSOT.S; 160); Schaper, J.: Priester und Leviten im achämenidischen Juda: Studien zur Kult- und Sozialgeschichte Israels in persischer Zeit.- Tübingen: Mohr, 2000 (FAT; 31); Schenker, A. (Hrsg.): Studien zu Opfer und Kult im Alten Testament.- Tübingen: Mohr, 1992 (FAT; 3); Zwickel, W.: Der salomonische Tempel.- Mainz: von Zabern, 1999 (Kulturgeschichte der antiken Welt; 83)
Bemerkungen:
Voraussetzung: Hebraicum , alttestamentliches Proseminar
 

Kohelet und die "Krise der Weisheit"

R. Lux

S D, MHF/
2 SWS /

Mo 16.00-17.30 

 

 

Inhalt:
Das Seminar geht der Frage nach dem literarischen und theologischen Ort Kohelets in der biblischen und altorientalischen Weisheitsliteratur nach. Dabei soll die weit verbreitete These kritisch geprüft werden, nach der die traditionelle Weisheit mit dem Zusammenhang von Tun und Ergehen in der Spätzeit Israels in eine ernsthafte Krise geraten sei, die sich neben dem Hiobbuch vor allem im Buch Kohelet/Prediger Salomo niedergeschlagen habe.
Literaturhinweise:
Fischer, A.A.: Skepsis oder Furcht Gottes? BZAW 247. Berlin/New York 1997. - Krüger, Th.: Kohelet (Prediger) BK XIX (Sonderband) Neukirchen 2000. - Lohfink, N.: Kohelet. EB. Würzburg 1980. - Lux, R.: Die Weisen Israels. Leipzig 1992. - Michel, D.: Qohelet, EdF 258, Darmstadt 1988. - Michel, D.: Untersuchungen zur Eigenart des Buches Kohelet. BZAW 1983. Berlin/New York 1989. - Preuß, H.D.: Einführung in die alttestamentliche Weisheitsliteratur. Stuttgart u.a. 1987. - Schoors, A. (Hg.): Qohelet in the Context of Wisdom, Leuven 1998. - Schwienhorst-Schönberger, L. (Hg.): Das Buch Kohelet. BZAW 254, Berlin/New York 1997. - Schwienhorst-Schönberger, L.: Nicht im Menschen gründet das Glück (Koh 2,24), HBS 2, Freiburg u.a. 1992. - Zimmer, T.: Zwischen Tod und Lebensglück. BZAW 286, Berlin/New York 1999.
 

Proseminar Altes Testament

A. Kunz

PS 
2 SWS /

Di 17.45-19.15 

 

 

Inhalt:
Jona: Die Erzählung vom Propheten, der vor seinem Gott flieht, vom Wind gebeutelt wird, im Magen eines Fisches landet und verständnislos vor einer fremden Stadt voller frommer Menschen steht, stellt an die Ausleger und Auslegerinnen nach wie vor eine Herausforderung dar. Literarkritiker, Formgeschichtler und Religionswissenschaftler haben sich mit beeindruckenden Ergebnissen an dem Büchlein zu schaffen gemacht. Im Proseminar werden die exegetischen Methoden erlernt und am Beispiel des Jonabuches angewendet.
Literaturhinweise:
wird im Verlauf des Semesters vorgestellt
 

Bibelkundliches Proseminar

A. Kunz

PS MHF; MNF; RP/
2 SWS /

Di 11.15-12.45 

 

 

Inhalt:
Im Proseminar werden die Texte vorgestellt und behandelt, die für die Theologie des Alten Testaments, seine literarische Entwicklung und seinen Bezug zur Geschichte Israels von Bedeutung sind.
 

Biblische Überlieferung 
(Altes und Neues Testament)

D.Mathias, 
M. Hüneburg

Ü Kirchenmusiker/
2 SWS /

Fr 

 

 

Inhalt:
Die Übung gibt in ihrem ersten Teil eine Einführung in die Entstehung des Alten Testaments sowie in Auswahl einen Überblick über den Inhalt und theologische Schwerpunkte seiner 3 Teile (Thora, Propheten, Schriften). Dabei werden auch Grundkenntnisse zur Geschichte des alten Israel vermittelt.
Literaturhinweise:
Deutsche Bibel; Preuß, H. D. / Berger, K.: Bibelkunde des Alten und Neuen Testaments.- Heidelberg / Wiesbaden, Bd. 1 51993 (UTB; 887); Bd. 2 51997 (UTB; 972); Rösel, M.: Bibelkunde des Alten Testaments. Neukirchen-Vluyn: Neukirchener Verl., 21999; Westermann, C.: Abriß der Bibelkunde: Altes Testament - Neues Testament.- Stuttgart: Calwer Verl.,131991.
 

Biblisches Aramäisch

D. Mathias

Ü D, MHF/
1 SWS /

Di 11.15-12.00 

 

 

Inhalt:
Die Übung vermittelt Grundkenntnisse des Biblischen Aramäisch. Mit ihrer Hilfe sollen dann Texte aus dem aramäischen Teil des Esrabuches gelesen werden.
Literaturhinweise:
Bauer, H./Leander, P.: Kurzgefaßte biblisch-aramäische Grammatik.- Hildesheim/Zürich/New York: Olms, 1990; Rosenthal, F.: A Grammar of Biblical Aramaic.- Wiesbaden: Harrassowitz, 61995; Biblia Hebraica Stuttgartensia.- Stuttgart: Deutsche Bibelgesellschaft,51997
Bemerkungen:
Voraussetzung Hebraicum
 

Sakrale Aspekte des israelitischen Königtums

M. Albani

Ü D, MNF, RP/
2 SWS /

Di 16.00-17.30 

 

 

Inhalt:
Dem König kam im Alten Orient eine zentrale Rolle in der Religion zu: Er galt entweder als Repräsentant oder als Sohn Gottes (vgl. Ps 2,7), zuweilen sogar als Gott selbst (vgl. Ps 45,7?), der die Gerechtigkeit im Lande schützt (vgl. Ps 72), göttlichen Segen vermittelt und von dem entscheidend das Wohl und der Fortbestand des Landes abhängt (vgl. Klgl 4,20). Er war somit Mittler zwischen Gott und Mensch, vertrat einerseits die Gottheit auf Erden und andererseits seine Untertanen vor den göttlichen Mächten. In der alttestamentlichen Wissenschaft ist allerdings stark umstritten, ob es eine sakrale Legitimation des israelitischen Königtums nach altorientalischem Muster gab. Die Übung will in diese spannende Forschungsdiskussion einführen, die nicht nur für das Verständnis der israelitischen Religionsgeschichte, sondern auch im Hinblick auf die neutestamentliche Messiasvorstellung eminente Bedeutung besitzt.
Literaturhinweise:
Albertz, R.: Religionsgeschichte Israels in alttestamentlicher Zeit 1/2 (ATD-Erg. 8/1/2), Göttingen 1992; Assmann, J.: Herrschaft und Heil. Politische Theologie in Altägypten, Israel und Europa, München / Wien 2000; Assmann, J. / Janowski, B. / Welker, M. (Hg.): Gerechtigkeit: Richten und Retten in der abendländischen Tradition mit ihren altorientalischen Ursprüngen, München 1998; u.a.
 

Examensrepetitorium

M. Albani

Ü/ D/
2 SWS /

Mo 14.15-15.45 

 

 

Inhalt:
Die Veranstaltung dient der Verfestigung und Bündelung des Grundwissens im Fach Altes Testament, besonders im Hinblick auf das Examen. Die Teilnehmer sind eingeladen, Vorträge zu ausgewählten Schwerpunktthemen zu halten. Des weiteren werden zu den behandelten Schwerpunktthemen Prüfungssituationen für das mündliche Examen durchgespielt.
Literaturhinweise:
Albertz, R.: Religionsgeschichte Israels in alttestamentlicher Zeit 1/2 (ATD-Erg. 8/1/2), Göttingen 1992; Boecker, H.J., u.a.: Altes Testament - Neukirchener Arbeitsbuch, Neukirchen-Vluyn 51996; Donner, H., Geschichte des Volkes Israel und seiner Nachbarn in Grundzügen 1/2 (ATD Ergänzungsreihe 4/1.2) Göttingen 21994; Schmidt, W.H.: Einführung in das Alte Testament, Berlin 51995;
 

Bibelkunde Altes Testament

J. Lanckau

Ü D, MHF, MNF, RP/
2 SWS /

Mo 11.15-12.45 

 

 

Inhalt:
Erarbeitung des prüfungsrelevanten Stoffes der alttestamentlichen Bibelkunde.
Literaturhinweise:
Rösel, Martin: Bibelkunde des Alten Testaments - Die kanonischen und apokryphen Schriften, Neukirchen-Vluyn (Neukirchener), 2. Aufl., 1999.
 

Biblische Überlieferung (Altes und Neues Testament)

D. Mathias, 
M. Hüneburg

Ü Ethiklehrer/
2 SWS /

Do 9.15-10.45 

 

 

Inhalt:
Die Übung gibt in ihrem ersten Teil eine Einführung in die Entstehung des Alten Testaments sowie in Auswahl einen Überblick über den Inhalt und theologische Schwerpunkte seiner 3 Teile (Thora, Propheten, Schriften). Dabei werden auch Grundkenntnisse zur Geschichte des alten Israel vermittelt.
Literaturhinweise:
Deutsche Bibel; Preuß, H. D. / Berger, K.: Bibelkunde des Alten und Neuen Testaments.- Heidelberg / Wiesbaden, Bd. 1 51993 (UTB; 887); Bd. 2 51997 (UTB; 972); Rösel, M.: Bibelkunde des Alten Testaments. Neukirchen-Vluyn: Neukirchener Verl., 21999; Westermann, C.: Abriß der Bibelkunde: Altes Testament - Neues Testament.- Stuttgart: Calwer Verl., 131991.
 

Lektüreübung Psalmen

D. Wagner, 
F. Wiehler

Ü D, MHF
2 SWS /

Mo 16.00-17.30 

 

 

Inhalt:
Begleitend zur Vorlesung "Psalmen", aber auch unabhängig davon, darf diese besondere Übung besucht werden von allen, die der Textüberlieferung der Psalmen und der Poesie in den oft so trockenen "Alten Sprachen" näher kommen möchten. Wir lesen und übersetzen ausgewählte Psalmen des Tanak, der Septuaginta und der Vulgata. Nicht nur um Textprobleme, sondern auch um hermeneutische und interpretatorische Fragen wird es beim Vergleich der hebräischen, griechischen und lateinischen Psalmenüberlieferung gehen.
Bemerkungen:
Voraussetzung sind ausreichende Kenntnisse in den genannten Sprachen, sowie die Bereitschaft zu einer (kleinen) wöchentlichen Übersetzungsleistung. Die Biblia Hebraica ist bitte mitzubringen, alles weitere wird als Kopie ausgehändigt.
 

Fragen und Positionen zur Biblischen Theologie

F. Wiehler

Ü D, MHF, MNF, RP/
2 SWS /

Mi 17.45-19.15 

 

 

Inhalt:
Anhand verschiedener Konzeptionen einer "Gesamtbiblischen Theologie" in Vergangenheit und Gegenwart - v.a. aus der Perspektive von AlttestamentlerInnen - werden gegenwärtige Fragen und Probleme eines solchen Ansatzes diskutiert. Dabei soll v.a. das Verhältnis von AT und NT sowie von historischen und systematisch-dogmatischem Zugang erörtert werden.
Literaturhinweise:
Einen guten Überblick bieten die Lexikonartikel "Biblische Theologie", wichtige Aufsätze enthält der (z. Zt. antiquarisch sehr preiswerte) Band von Ch. Dohmen/Th. Söding (Hg.): Eine Bibel - zwei Testamente (UTB 1893), Paderborn u.a. 1995.
Bemerkungen:
Voraussetzung ist lediglich die Lektüre eines Aufsatzes (ca. 20-30 Seiten) pro Sitzung.

Judaistik
 

Das Buch Esther in jüdischen und christlichen Auslegungen

Dozenten aus Münster und Leipzig

HS(Block)/ D
2 SWS

 

 

 

Inhalt:
In Fortsetzung der gemeinsamen Veranstaltungen lädt das Institutum Judaicum diesmal nach Münster ein.

Das Buch Esther ist einerseits Legende eines ausgelassenen Festes und stößt andererseits auf Ablehnung. Es fordert zu allen Zeiten zur Auseinandersetzung heraus. Anhand antiker, mittelalterlicher und neuzeitlicher Texte wollen wir diese Auseinandersetzung beobachten und uns ihr in der Diskussion stellen.

Bemerkungen:
Die Teilnehmerzahl soll sich jeweils aus 10 bis 15 Studierenden aus Münster und Leipzig zusammensetzen.

Vorbereitungstreffen in Leipzig: 19. 6. 2001, 17.30 Uhr, HS 217. Ort: vom 31.10.-03.11.2001 im Institutum Judaicum in Münster
 

Modernes Hebräisch I

T. Arndt

Ü D, MNF, RP
4 SWS /

Di 14.00-16.00
Do 7.30-9.00 

 

 

Inhalt:
Der Kurs dient dem Erwerb von Fertigkeiten im Umgang mit der hebräischen Verkehrssprache im heutigen Staate Israel im besonderen ­ gleichzeitig Erweiterung der Gesamtkenntnis der hebräischen Sprache.

Anfängerkurs (I):
Wir arbeiten mit Lehrbuchmaterial, lesen Zeitungsmeldungen und üben einfache Gesprächsabläufe.

Literaturhinweise:
Der Kurs folgt im Wesentlichen dem Lehrbuch

Lifshitz, Arieh: be⊃1;al-pe u⊃1;vichtav : Hebrew text and workbook for beginners Part I/Arieh Lifshitz and Sara Yakubovski. ­ Haifa : Selbstverlag, 1984.

Sie benötigen ein Wörterbuch für modernes Hebräisch.

Bemerkungen:
Insgesamt läuft ein Kursangebot über vier Semester, das in einen Hebräisch-Gesprächskreis mündet. Für Hörer aller Fakultäten
 

Modernes Hebräisch III

T. Arndt

Ü D, MNF, RP
4 SWS /

Di 16.00-18.00
Do 9.00-11.00 

 

 

Inhalt:
Der Kurs dient dem Erwerb von Fertigkeiten im Umgang mit der hebräischen Verkehrssprache im heutigen Staate Israel im besonderen ­ gleichzeitig Erweiterung der Gesamtkenntnis der hebräischen Sprache.

3. Semester (III):
Wir arbeiten mit Lehrbuchmaterial, üben Gespräche, hören Rundfunknachrichten, lesen hebräische Zeitungsartikel und andere kurze Texte.

Literaturhinweise:
Der Kurs folgt im Wesentlichen dem Lehrbuch

Lifshitz, Arieh: be⊃1;al-pe u⊃1;vichtav : Hebrew text and workbook for beginners Part I/Haifa 1984.

Sie benötigen ein Wörterbuch für modernes Hebräisch.

Bemerkungen:
Insgesamt läuft ein Kursangebot über vier Semester, das in einen Hebräisch-Gesprächskreis mündet. Für Hörer aller Fakultäten
 

Modernes Hebräisch: Lektüre und Konversation

T. Arndt

Ü D, MNF, RP
2 SWS

n.V.

 

 

Inhalt:
Wir trainieren den Umgang mit der hebräischen Verkehrssprache im heutigen Staate Israel. Über Texte und Gesprächsthemen sprechen wir uns im Kurs ab.
Literaturhinweise:
Sie benötigen ein Wörterbuch für modernes Hebräisch.
Bemerkungen:
Voraussetzung sind Vorkenntnisse im Hebräischen, wie sie im viersemestrigen Kurs in Leipzig erworben werden können.
Terminabsprache: Dienstag, der ersten Vorlesungswoche, 2001-10-09. gegen 16 Uhr in der Forschungsstelle, Löhrstraße 17. Für Hörer aller Fakultäten
 

Nachbiblische Geschichte Israels im christlichen Abendland

T. Arndt

Ü D, MNF, RP
2 SWS 

Do 11.00-13.00 

 

 

Inhalt:
In der Reihe zur nachbiblischen Geschichte des jüdischen Volkes wenden wir uns nun dem Abendland zu. In diesen Bereich fällt die Frage nach den jüdischen Siedlungsbewegungen in diesem Gebiet. Natürlich ziehen katastrophale Vorgänge wie die Aufbrüche zu den Kreuzzügen und der schwarze Tod die Aufmerksamkeit auf sich. Wir wollen aber auch weiße Flecken auszufüllen suchen. Die Frage, wann das Mittelalter naht, stellt sich im Blick auf die Geschichte der jüdischen Gemeinschaft noch einmal neu.
Literaturhinweise:
Unter diversen Darstellungen sei vor allem genannt: Battenberg, Friedrich: Das europäische Zeitalter der Juden: zur Entwicklung einer Minderheit in der nichtjüdischen Umwelt Europas. ­ Darmstadt : Wiss. Buchges., 1990. 2 Bde.
Bemerkungen:
Für Hörer aller Fakultäten
 

Einführung zur jüdischen Liturgie: Das tägliche Gebet - der Siddur

T. Arndt

Ü D, MNF, RP
2 SWS

Do 14.00-16.00 

 

 

Inhalt:
Die Übung soll Einsicht in Struktur und Inhalte der jüdischen Gebetsordnung vermitteln. Der Siddur kann als knappes Kompendium einer Theologie des rabbinischen Judentums betrachtet werden. Wir wollen wesentliche Texte lesen und untersuchen. Außerdem wollen wir uns einen Überblick über den Gesamtaufbau der Gebetsordnung und ihre Entwicklung verschaffen.
Literaturhinweise:
Ein hierzulande verbreitetes Gebetbuch ist der Sidur Sefat Emet, hebräisch-deutsch. Basel: Victor Goldschmidt, viele Auflagen. Ein Klassiker, nur hebräisch, mit hebräischem philologischem Kommentar ist der seder avodat yisraël von Seligmann Baer, 1868, Nachdruck z.B. Tel-Aviv 1957. Als Einleitungen in die Gebetsordnung sind zu nennen: Elbogen, Ismar: Der jüdische Gottesdienst in seiner geschichtlichen Entwicklung. ­ 3. Aufl. ­ Frankfurt a. Main, 1931. ­ als Klassiker, und: Trepp, Leo: Der jüdische Gottesdienst. Stuttgart : Kohlhammer, 1992. ­ als jüngeres Werk.
Bemerkungen:
Kenntnisse der hebräischen Sprache sind erwünscht. Interessenten, die keine Hebräischkenntnisse mitbringen, bitte ich um Rücksprache mit mir. Für Hörer aller Fakultäten
 

Einführung: Jüdische Traditionslehre: Responsen

T. Arndt

Ü D, MNF, RP
2 SWS /

Mi 14.00-16.00 

 

 

Inhalt:
Jede Zeit läßt neu fragen, wie das Leben nach der Tora zu gestalten ist, wie die überlieferten Weisungen zu befolgen sind. Anfragen an rabbinische Autoritäten und deren Antworten haben die Entwicklung der jüdischen Verhaltensnormen stets in Gang gehalten.
Literaturhinweise:
Beispiele in deutscher Übersetzung aus sehr unterschiedlichen Bereichen finden sich einmal in der Reihe Judentum und Umwelt/hrsg. von Johann Maier. Frankfurt am Main: etwa in den Bänden 13, 15, 28, 31, 35, 45 und 60 und in der Sammlung von Rabbiner Ahron Daum: Halacha aktuell : jüdische Religionsgesetze und Bräuche im modernen Alltag. Frankfurt am Main, 1992. 2 Bde.
Bemerkungen:
Kenntnisse der hebräischen Sprache sind erwünscht. Interessenten, die keine Hebräischkenntnisse mitbringen, bitte ich um Rücksprache mit mir. Für Hörer aller Fakultäten

Institut für Neutestamentliche Wissenschaft
 

Zentrale Themen der neutestamentlichen Wissenschaft

Chr. Böttrich

V D, MHF, MNF, RP
3 SWS /

Mo 9.15-10.45
Di 8.15-9.00 

 

 

Inhalt:
Die Vorlesung, die in erster Linie für Studierende der Religionspädagogik angeboten wird, ist als eine Einführung in die wichtigsten Themenbereiche neutestamentlicher Theologie angelegt. Dabei werden die Fragen nach dem historischen Jesus sowie den markantesten Inhalten der Jesusüberlieferung (Geburt, Worte und Wunder, Passion, Auferstehung, Himmelfahrt, Pfingsten) ebenso zur Sprache kommen wie solche nach der paulinischen Theologie (Rechtfertigung), den Grundzügen der Christologie, den Anfängen der Kirche und ihrer Ämterstruktur, dem Menschenbild, nach Kirche und Israel oder der christlichen Zukunftshoffnung. Im Vordergrund steht die Vermittlung von Grundwissen.
Literaturhinweise:
Wird zu Beginn der Lehrveranstaltung bekannt gegeben.
 

Die Apostelgeschichte des Lukas

Chr. Böttrich

V D, MHF, MNF, RP
2 SWS /

Di 9.15-10.45 

 

 

Inhalt:
"Denn wir können nicht schweigen über das, was wir gesehen und gehört haben." - mit diesen Worten rechtfertigen Petrus und Johannes nach Act 4,20 den Beginn der Evangeliumsverkündigung vor dem Synedrion. Indem die Apostelgeschichte des Lukas von der Geschichte dieser Verkündigung erzählt, nimmt sie selbst Anteil an der Bezeugung dessen, was als "Gesehenes und Gehörtes" in der christlichen Predigt von Anfang an weitergegeben wurde. In der Vorlesung soll es anhand ausgewählter Texte vor allem darum gehen, das Profil christlicher Verkündigung nach der Apostelgeschichte darzustellen.
Literaturhinweise:
Wird zu Beginn der Lehrveranstaltung bekannt gegeben.
 

Das Markusevangelium - Schwerpunkt: Die Passionsgeschichte des Markusevangeliums und seiner synoptischen Parallelen

J. Herzer

V D, MHF, MNF, RP
3 SWS

Do 8.15-10.45 

 

 

Inhalt:
Wenn das bekannte Diktum Martin Kählers über die Evangelien als "Passionsgeschichten mit ausführlicher Einleitung" stimmt, dann hat die Konzentration auf den letzten Teil des Markusevangeliums nicht nur ihre Berechtigung wegen der begrenzten Semesterzeit, sondern ist auch inhaltlich begründet. Nach einem Überblick über das Evangelium insgesamt soll im Durchgang durch die Passionsgeschichte des Mk der besondere Charakter dieses ältesten Evangeliums vorgestellt werden, wobei stets die Linien in das ganze Evangelium nachgezeichnet und auch die Unterschiede zu Mt und Lk aufgezeigt werden. Dabei wird die Frage nach dem historischen Jesus ebenso Schwerpunkt sein wie diejenige nach der Bedeutung seiner Person für den Glauben.
Literaturhinweise:
Lektüre und Übersetzung des Mk, insbesondere der Passionsgeschichte Mk 11,1-16,8; Gnilka, J., Das Evangelium nach Markus, EKK II 1.2, Neukirchen-Vluyn 19862.19893.
Bemerkungen:
Griechischkenntnisse werden vorausgesetzt, die behandelten Texte in der Vorlesung gemeinsam übersetzt (aber auch für Lehramtsstudierende ohne Griechischkenntnisse möglich, die Übersetzungen vergleichen). Zu den Vorlesungen sind das NT Graece (Nestle-Aland ab 26. Auflage) sowie eine griechische Synopse mitzubringen.

Aufgrund des in diesem Semester erweiterten Lehrangebotes wird die 3st. Vorlesung an nur einem Tag der Woche als Block mit einer längeren Pause durchgeführt werden.
 

Der zweite Korintherbrief

J. Herzer

V D, MHF, MNF, RP
2 SWS

Mi 11.15-12.45 

 

 

Inhalt:
"Wenn jemand kommt, und einen anderen Jesus verkündet …, dann ertragt ihr (das) gern …". So lautet ein wichtiger Satz in 2Kor 11. Die Missionsarbeit des Paulus und die daraus hervorgegangene Theologie des Apostels sind zutiefst geprägt durch Auseinandersetzungen um die Gestalt des Evangeliums von Jesus Christus und um die apostolische Autorität dessen, der dieses Evangelium verkündet. Die Gemeinde in Korinth scheint hier ein besonderes Sorgenkind des Apostels gewesen zu sein. Was sich im 1Kor nur erst andeutete, hat sich im 2Kor zum grundlegenden Problem gesteigert: Paulus muss um seinen Apostolat und damit um die Geltung "seines" Evangeliums kämpfen. Warum er das tut, wie er das tut und mit wem er sich auseinandersetzen muss, wird die Vorlesung in schwerpunktmäßiger Auslegung nachzeichnen. Dabei werden auch wichtige hermeneutische Fragen für das kontextuelle Verstehen und den Umgang mit paulinischer Polemik unter heute veränderten Bedingungen gestellt werden, denn eine bestimmte Gestalt des Evangeliums, wie sie Paulus festhalten will, ist heute in der Vielfalt christlicher Traditionen de facto längst aufgegeben.
Literaturhinweise:
Lektüre und Übersetzung des 2Kor; Christian Wolff, Der Zweite Brief des Paulus an die Korinther, ThHK 8, Leipzig 1989.
Bemerkungen:
Griechischkenntnisse werden vorausgesetzt, die behandelten Texte in der Vorlesung gemeinsam übersetzt (aber auch für Lehramtsstudierende ohne Griechischkenntnisse möglich, die Übersetzungen vergleichen). Zu den Vorlesungen ist das NT Graece (Nestle-Aland ab 26. Auflage) mitzubringen.
 

Grundwissen Theologie I für Studierende der Religionspädagogik - Neues Testament

J. Herzer

V MNF, RP
3 SWS /

Mi 8.15-10.45 

 

 

Inhalt:
Im Rahmen der fächerübergreifenden Vorlesung "Einführung Theologie" soll eine Einführung in das Studium des Neuen Testaments gegeben werden. Ziel dieser Lehrveranstaltung ist es, einen Überblick über Gegenstand, Methodik, Arbeitsmittel (traditionelle und neuere, z.B. Internet, Multimedia-Resourcen) sowie Forschungstendenzen der neutestamentlichen Wissenschaft im Kontext der theologischen Disziplinen zu vermitteln. Sie ist mit ihrem elementaren Charakter speziell für Studienanfänger/-innen der Religionspädagogik konzipiert und versteht sich als Orientierungshilfe für das weitere Studium des Neuen Testaments.
Literaturhinweise:
K.W. Niebuhr (Hg.), Grundinformation Neues Testament. Eine bibelkundlich-theologische Einführung, Göttingen 2000.
Bemerkungen:
Termine: Mi 8.15-10.45 (3st.!); für das NT am 14.11.; 28.11.; 5.12.; 12.12.
 

Themen des Matthäusevangeliums

N. N.

V D, MHF, MNF, RP
3 SWS 

Do 11.15-12.45
Fr 8.15-9.00 

 

 

Inhalt:
Das Matthäusevangelium gilt seit der alten Kirche als das kirchliche Evangelium, das u.a. wegen seiner stark lehrhaften Tendenz frühzeitig beliebt und verbreitet war. Die Vorlesung will neben den historischen Fragen der Einleitungswissenschaft das 1. Evangelium als Erzählung der Jesusgeschichte am Leitfaden zentraler Themen wie Kirche, Ethik, Israel und Mission auslegen. Dabei wird der Text teils sukzessive, teils thematisch-kumulativ nahegebracht.
Literaturhinweise:
J. Lange (Hg.), Das Matthäusevangelium (WdF 525), Darmstadt 1980 (Aufsatzsammlung). - U. Luz, Die Jesusgeschichte des Matthäus, Neukirchen-Vluyn 1993. - Ders., Das Evangelium nach Matthäus (EKK 1/1-3), Neukirchen-Vluyn31992.1990.1997 (= Kap 1-25). - I. Broer, Einleitung in das Neue Testament I (NEB 2/1 Ergänzungsband), Würzburg 1998, 99-125. - J. Gnilka, Theologie des Neuen Testaments, Freiburg u.a. 1994 (1999), 174-196.
Bemerkungen:
Für alle Studiengänge.
 

Frühchristliche Traditionen im 1. Petrusbrief

N. N.

V D, MHF, MNF, RP
3 SWS

Fr 11.15-14.00

 

 

Inhalt:
Kommentar: Der 1. Petrusbrief ist ein eindrückliches literarisches Zeugnis frühchristlicher Aposteltradition. Sein Standort in der Theologiegeschichte des frühen Christentums wird weitestgehend kontrovers diskutiert. Die Vorlesung wird anhand des Textes u.a. den Fragen der literarischen Eigenart und Pragmatik des Schreibens, der vorausgesetzten Gemeindesituation, der apostolischen, christologischen und ekklesiologischen Prägung des Briefes sowie der Rezeption von frühchristlichen Traditionen nachgehen. Dabei werden Seitenblicke auf vergleichbare Traditionen des frühen Christentums geworfen.
Literaturhinweise:
L. Goppelt, Der Erste Petrusbrief (KEK 12/1), Göttingen 81978. - N. Brox, Der erste Petrusbrief (EKK 21), Neukirchen-Vluyn 41993. - O. Knoch, Der Erste und Zweite Petrusbrief. Der Judasbrief (RNT), Regensburg 1990. - P. J. Achtemeier, Peter. A Commentary on First Peter, Minneapolis 1996.
Bemerkungen:
Für alle Studiengänge. Vorlesung als 3stündiger Block mit längerer Pause.
 

Paulus und das liebe Geld

Chr. Böttrich

HS/ D, MHF, MNF, RP
2 SWS

Mo 14.15-15.45 

 

 

Inhalt:
"Über Geld spricht man nicht." Oder? Finanzielle Probleme bestimmen das Alltagsgeschehen in unserer Kirche in einem Maße, das Fragen nach inhaltlichen Konzepten der Gemeindearbeit immer stärker in den Hintergrund drängt. Dabei scheinen Geld und Theologie zwei ganz verschiedenen Bereichen anzugehören. Für Paulus und die christlichen Gemeinden der Frühzeit gab es in dieser Hinsicht jedoch keine Berührungsprobleme. Finanzielle Transaktionen kommen im Corpus Paulinum im Kontext zentraler theologischer Sachanliegen zur Sprache. Das Seminar hat die Absicht, die theologische Relevanz finanzieller Planungen anhand der pln. Texte zu studieren und daraus resultierende Impulse für die Praxis kirchlicher Arbeit zu diskutieren.
Literaturhinweise:
Wird zu Beginn der Lehrveranstaltung bekannt gegeben.
 

Das Mahl des Herrn nach den Traditionen des Neuen Testaments

J. Herzer

HS D, MHF, MNF, RP/
2 SWS

Do 16.00-17.30 

 

 

Inhalt:
Neben der Taufe ist das Herrenmahl das zweite der in der protestantischen Tradition erhalten gebliebenen Sakramente, weil in ihm wie in der Taufe die Heilsbedeutung des Todes Jesu in besonderer Weise zum Ausdruck kommt. Bis zur Feier in den frühchristlichen Gemeinden hat dieses Mahl eine Tradition, die mit dem letzten Passamahl Jesu mit seinen Jüngern in Jerusalem beginnt. Den Weg dieser Tradition nachzuzeichnen, die Berührungen mit ähnlichen religiösen Phänomenen der Umwelt aufzuzeigen und zu differenzieren sowie die unterschiedliche theologische Prägung der neutestamentlichen Überlieferungen zu erheben, wird Inhalt des Seminars sein. Ein Blick auf die gegenwärtige liturgische Praxis soll das Programm ergänzen.
Literaturhinweise:
Wird zu Beginn des Seminars bekannt gegeben.
Bemerkungen:
Voraussetzungen für Studierende im Diplom- und Magisterstudiengang sind Graecum und Proseminar. Teilnahme für Studierende in Magisterteil- und Lehramtsstudiengängen ohne Griechischkenntnisse nach vorheriger Absprache möglich. Die Bereitschaft zu Referaten wird vorausgesetzt.

Das Seminar wird aufgrund positiver Evaluationen als Blockseminar in der zweiten Semesterhälfte durchgeführt werden, mit zwei konstituierenden Sitzungen zu Beginn des Semesters.

Termine: Do 10.10.2001 und 17.10.2001 jeweils 16.00-17.30; Termine für die Blockveranstaltungen im Januar: Block I: Freitag 11.01.2002 16.00-20.00; Block II: Samstag 12.01.2002 9.00-14.00; Block III: Freitag 25.01.2001 16.00-20.00; Block IV: Samstag 26.01.2002 9.00-14.00
 

Die Wundergeschichten im Johannesevangelium

N. N

S D, MHF, MNF, RP
2 SWS

Do 17.45-19.15 

 

 

Inhalt:
Kommentar: Die sieben Wundergeschichten des Johannesevangeliums sind ein gewichtiges Beispiel des Erzählstoffs im 4. Evangelium. Zahl, Auswahl und Anordnung der Geschichten lassen auf eine bewußte literarische Gestaltung schließen, in der Jesus als souveräner Offenbarer Gottes und Lebensspender zur Geltung gebracht wird. Das Seminar will der Frage der Rezeption der Wundertraditionen in der Erzählwelt des 4. Evangeliums nachgehen und die Bedeutung ihres zeichenhaften Charakters für die Deutung der joh. Jesusgeschichte erkunden.
Literaturhinweise:
W.J. Bittner, Jesu Zeichen im Johannesevangelium (WUNT 2.26), Tübingen 1987. - U. Schnelle, Antidoketische Christologie im Johannesevangelium (FRLANT 144), Göttingen 1987. - C. Welck, Erzählte Zeichen. Die Wundergeschichten des Johannesevangeliums literarisch untersucht (WUNT 2.69), Tübingen 1994. - M. Labahn, Jesus als Lebensspender. Untersuchungen zu einer Geschichte der johanneischen Tradition anhand ihrer Wundergeschichten (BZNW 98), Berlin-New York 1999.
Bemerkungen:
Graecum und anerkanntes Proseminar für den Erwerb eines Leistungsscheins
 

Berufsbegleitende religionspädagogische Weiterbildung

J. Herzer

HS(Block)/ D, MHF, MNF, RP
2 SWS

Freitags 

 

 

Inhalt:
Zweites Semester Neues Testament - Programm fortlaufend lt. Planung
Bemerkungen:
Termine: Fr 8.45 - 16.00 am 2.11.; 9.11.; 30.11.; 7.12.; 14.12.2001
 

Einführung in die exegetischen Methoden des NT

M. Böhm

PS D
3 SWS

Mo 14.15-16.45 

 

 

Inhalt:
Wie ist ein ntl. Text sachgerecht auszulegen? Ziel des Proseminars ist es, zur selbständigen Anfertigung einer wissenschaftlichen Exegese anzuleiten. Dazu werden die klassischen Arbeitsschritte (Textkritik, Literaturkritik, Formgeschichte, Redaktionsgeschichte) und einige neuere Ansätze vorgestellt, an ausgewählten Beispielen eingeübt und reflektiert. Am Ende des Proseminars kann eine Arbeit angefertigt werden. Sie ist Voraussetzung für einen benoteten Schein.
Bemerkungen:
Voraussetzung für eine Teilnahme ist das Graecum.
 

Paulusbriefe als Briefkompositionen

M. Hüneburg

Ü D, MHF, RP
1 SWS

Fr 14tägig
11.15-12.45 

 

 

Inhalt:
Von der sicher sehr viel umfangreicheren Korrespondenz des Paulus mit den verschiedenen Gemeinden liegen im Corpus Paulinum noch sieben als echt bezeichnete Briefe vor. Aber auch diese geben nicht in jedem Fall das ursprüngliche Schreiben wieder, sondern weisen Spuren von Bearbeitungen (Glossierungen, Zusammenstellung von Fragmenten) auf. Während das literarkritische Bemühen traditionell darauf zielt, die Situation des Paulus und seine Theologie herauszuarbeiten, soll in dieser Übung nach der Bearbeitung der Briefe gefragt werden. Wem ist sie zuzuschreiben? Wie erfolgte sie? Läßt sich eine durchgängige Intention dabei ausmachen?
Literaturhinweise:
Literatur wird in der konstituierenden Sitzung bekannt gegeben.
Bemerkungen:
Voraussetzung: Graecum, Methodenseminar
 

Examensrepetitorium NT

M. Hüneburg

Ü D, MHF
2 SWS

Mo 16.00-17.30 

 

 

Inhalt:
Das Repetitorium soll Gelegenheit bieten, die vorhandenen Kenntnisse zentraler Themen der neutestamentlichen Literatur, Geschichte und Theologie in Vorbereitung des Examens zu festigen und zu vertiefen. Dazu werden ausgewählte Komplexe selbständig erarbeitet und unter prüfungsnahen Bedingungen diskutiert. Niebuhr, Karl Wilhelm (Hrsg): Grundinformation Neues Testament. Göttingen 2000, sollte zur Vorbereitung bereits durchgearbeitet sein.
Literaturhinweise:
Literatur wird in der 1. Sitzung bekannt gegeben.
Bemerkungen:
15 Teilnehmer
 

Kursorische Lektüre NT: Hebräerbrief

M. Hüneburg

Ü D, MHF, MNF, RP
2 SWS 

Mo 14.15-15.45 

 

 

Inhalt:
Lektüre des Textes, Repetition des Grammatikstoffes, philologische und kurze exegetische Erläuterungen.
 

Biblische Überlieferung

M. Hüneburg

Ü Ethiklehrer
2 SWS

Do 9.15-10.45 

 

 

Inhalt:
Diese Übung mit dem Charakter einer Vorlesung gibt in ihrem ersten Teil eine Einführung in die Entstehung des Alten Testaments sowie in Auswahl einen Überblick über den Inhalt und theologische Schwerpunkte seiner drei Teile (Tora, Propheten, Schriften). Dabei werden auch Grundkenntnisse zur Geschichte des alten Israel vermittelt. Der zweite Teil des Semesters ist der Einführung in die Entstehung des Neuen Testaments und einigen ausgewählten Themen (Evangelien, Jesus, Paulus, Bergpredigt) vorbehalten.
Literaturhinweise:
Deutsche Bibel. - Ohler, A.: Grundwissen Altes Testament. Bd. 1-3. Stuttgart 1986-1988. - Preuß, H.-D.; Berger, K.: Bibelkunde des Alten und Neuen Testaments. Bd. 1-2. Heidelberg; Wiesbaden 51997 (UTB 887 und 972). - Westermann, C.: Abriß der Bibelkunde 131991. Niebuhr, K.-W. (Hg.): Grundinformation Neues Testament. Göttingen 2000. (UTB 2108).
Bemerkungen:
geeignet für Europa- und Seniorenstudium
 

Pseudepigraphie oder literarische Fälschung?

J. Luttenberger

Ü D, MHF
2 SWS /

Mi 14.15-15.45 

 

 

Inhalt:
In der Übung soll es darum gehen, sich einem Phänomen antiker Literaturgeschichte zu nähern und es zu differenzieren. Ausgehend davon soll dann dem Einfluß dieser literarischen Praxis auf die christliche Überlieferung nachgegangen werden. Dabei wird selbstverständlich auch die Frage zu thematisieren sein, wie eine solche Vorgehensweise damals beurteilt wurde und heute im Blick auf die christliche Überlieferung beurteilt werden kann. Da vor allem anhand von Quellentexten (griechisch) gearbeitet wird, ist die Bereitschaft zu aktiver Mitarbeit und zum Übersetzen wesentlich.
Literaturhinweise:
Speyer, W.: Die literarische Fälschung im heidnischen und christlichen Altertum. Ein Versuch ihrer Deutung. Beck, 1971.
Bemerkungen:
Griechischkenntnisse (Graecum) sind Voraussetzung.
 

Bibelkunde des Neuen Testaments

T. Klein

Ü/D - PS/RP D, MHF, MNF, RP/
2 SWS

Fr 9.15-10.45 

 

 

Inhalt:
Die Lehrveranstaltung hat die Inhalte und den Aufbau der neutestamentlichen Schriften zum Gegenstand, wobei die wesentlichen Einleitungsfragen ebenfalls besprochen werden. Voraussetzung ist die Bereitschaft zur eigenen Arbeit mit und an den biblischen Texten. Die Lehrveranstaltung möchte das Lernen durch Arbeits- und Strukturierungshilfen unterstützen und zum Erwerb des für die Bibelkundeprüfung benötigten Grundwissens beitragen.
Literaturhinweise:
H. D. Preuß/K. Berger: Bibelkunde des Alten und Neuen Testaments 2: Neues Testament, Heidelberg 51997; weitere Literaturangaben in der Übung.
 

Kursorische Lektüre des Jakobusbriefs

T. Klein

Ü D, MHF, MNF, RP
2 SWS 

Fr 14.15-15.45 

 

 

Inhalt:
Der Text des Jakobusbriefs soll fortlaufend übersetzt und erschlossen werden. Kleine Exkursionen in die theologie- und religionsgeschichtlichen Hintergründe der "strohernen Epistel" (Luther) bereichern die grammatische und philologische Aneignung des Textes. Die Übung dient daher sowohl zur Auffrischung der Griechisch-Kenntnisse, als auch zur Einführung in das theologische Denken des Jakobusbriefs.
Literaturhinweise:
Wird in der Übung bekannt gegeben.
Bemerkungen:
Graecum erforderlich
 

Biblische Überlieferung

M. Hüneburg

Ü Kirchenmusiker
2 SWS /

Fr 8.15-9.45 

 

 

Inhalt:
Diese Übung mit dem Charakter einer Vorlesung gibt in ihrem ersten Teil eine Einführung in die Entstehung des Alten Testaments sowie in Auswahl einen Überblick über den Inhalt und theologische Schwerpunkte seiner drei Teile (Tora, Propheten, Schriften). Dabei werden auch Grundkenntnisse zur Geschichte des alten Israel vermittelt. Der zweite Teil des Semesters ist der Einführung in die Entstehung des Neuen Testaments und einigen ausgewählten, kirchenmusikalisch relevanten Themen (Jesus, Evangelien - insbesondere Geburtsgeschichten und Passion, Paulus, Bergpredigt) vorbehalten.
Literaturhinweise:
Deutsche Bibel. - Ohler, A.: Grundwissen Altes Testament. Bd. 1-3. Stuttgart 1986-1988. - Preuß, H.-D.; Berger, K.: Bibelkunde des Alten und Neuen Testaments. Bd. 1-2. Heidelberg; Wiesbaden 51997 (UTB 887 und 972). - Westermann, C.: Abriß der Bibelkunde 131991. Niebuhr, K.-W. (Hg.): Grundinformation Neues Testament. Göttingen 2000. (UTB 2108).

Institut für Kirchengeschichte
 

Kolloquium "Neue Theologische Literatur"

K. Nowak, 
M. Petzoldt

K D, MHF, MNF, RP
2 SWS /

Mo 14tägig
17.30-19.00 

 

 

Inhalt:
Die Lehrveranstaltung verfolgt das Ziel, die Kompetenz im Umgang mit der Fachliteratur zu stärken und außerdem eine Orientierung über wichtige Neuerscheinungen auf dem Buchmarkt zu gewinnen. Den Teilnehmern werden "Richtlinien" an die Hand gegeben, mit deren Hilfe der Zugang zum Fachbuch erleichtert werden soll (Stellung des Werkes im Oeuvre des Autors, Erkenntnisgewinn im Spiegel der Forschung, Bewertung des methodischen Ansatzes und anderes).
Literaturhinweise:
Literatur wird in der 1. Sitzung bekanntgegeben.
 

Kirchengeschichte V - Von der Französischen Revolution bis zum Ersten Weltkrieg (1789-1918)

K. Nowak

V/ D, MHF, MNF, RP/
3 SWS /

Di 8.15-9.00
Mi 9.15-10.45 

 

 

Inhalt:
Die Vorlesung setzt mit der Französischen Revolution und ihren Folgen für Christentum und Kirchen ein. Dabei werden u. a. die territoriale Revolution von 1803 sowie die Auswirkungen der preußischen und rheinbündischen Reformen auf die Kirchenstrukturen behandelt. In der 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts werden die Frömmigkeitsaufbrüche, die Revolution von 1848/49 und das Verhältnis der beiden großen Konfessionen zueinander sowie zum Judentum betrachtet. Eine eigene Problemachse bildet der Ultramontanismus bis zum Vaticanum I. Die Kirchengeschichte des Kaiserreiches 1870/71-1918 wird u. a. auf die Betrachtung der "sozialen Frage", die Weltanschauungskämpfe, auf "Mission und Kolonialismus" sowie auf den Ersten Weltkrieg konzentriert sein.
Literaturhinweise:
Literatur: Lehrbücher und Spezialliteratur werden zu Beginn der Vorlesung vorgestellt.
 

Dogmengeschichte (Alte Kirche)

G. Wartenberg

V D, MHF, MNF, RP
3 SWS

Do 9.15-10.45
Fr 10.15-11.00 

 

 

Inhalt:
Die Vorlesung behandelt die Entstehung und Entwicklung von Theologie und dogmatische Entscheidungen in der Alten Kirche vom Ausgang des 1. Jahrhunderts bis zum 5. Jahrhundert. Besondere Berücksichtigung finden die Auseinandersetzungen mit nichtchristlichen Religionen, Philosophen und politischen Entscheidungen sowie innerhalb der christlichen Kirchen, wobei die Lehrentscheidungen zur Trinität, Christologie und Ekklesiologie im Vordergrund stehen.
Literaturhinweise:
Handbuch der Dogmen- und Theologiegeschichte/ hrsg. von Carl Andresen. Bd. 1: Die Lehrentwicklung im Rahmen der Katholizität. Göttingen21998. - Hauschild, Wolf-Dieter: Lehrbuch der Kirchen- und Dogmengeschichte. Bd. 1: Alte Kirche und Mittelalter. Gütersloh 1995.
 

Kirche im "Dritten Reich"

H.-P. Hasse

V D, MHF, MNF, RP/
2 SWS /

Mi 11.15-12.45 

 

 

Inhalt:
Die Vorlesung bietet einen Überblick über die Geschichte der evangelischen und der katholischen Kirche in der Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus (1933-1945). Die allgemeine Darstellung der Ereignisgeschichte wird punktuell vertieft durch biographisch orientierte Kapitel, in denen bedeutende Theologen und Initiatoren des kirchlichen Widerstands vorgestellt werden.
Literaturhinweise:
Eine Literaturliste wird zur Verfügung gestellt. Zur Orientierung werden empfohlen: Mehlhausen, J.: Nationalsozialismus und Kirchen. Theologische Realenzyklopädie 24 (1994), 43-78 (Literatur); Denzler, G.; Fabricius, V.: Christen und Nationalsozialisten: Darstellung und Dokumente. Frankfurt/ M. 1993; Meier, K.: Der evangelische Kirchenkampf. 3 Bde. Göttingen 1976-1984; Scholder, K.: Die Kirchen und das Dritte Reich. 2 Bde. Berlin 1977-1985.
 

Epochen der Kirchengeschichte (Teil I)

G. Graf

V D, MHF, MNF, RP
2 SWS

Fr 9.15-10.45 

 

 

Inhalt:
Die Überblicksvorlesung möchte in diesem Semester zunächst bis in das Reformationszeitalter führen. Sie ist vornehmlich für das Studienprogramm der Religionspädagogik und Theologie im Nebenfach gedacht, möchte jedoch auch sonst an der Kirchengeschichte Interessierte einladen.
 

Kirchengeschichte als Alltagsgeschichte - Beispiele seit der Reformationszeit

G. Graf

V D, MHF, MNF, RP
2 SWS

Mo 9.15-10.45 

 

 

Inhalt:
Kirchengeschichte wird oft leichthin auf bedeutsame Fakten und einflußreiche Gestalten reduziert. Dazu soll eine notwendige Ergänzung versucht werden: Gefragt wird nach kirchengeschichtlichem Leben vor Ort, christlichem Brauchtum in seinem Wandel sowie nach Prozessen der Säkularisierung. Möglichst sollen Verbindungen bis in die Gegenwart hergestellt und "Fallstudien" einbezogen werden.
Literaturhinweise:
Münch, P.: Lebensformen in der frühen Neuzeit 1500-1800. Frankfurt/M 1992 und 1996.
 

Friedrich Schleiermacher (1768-1834) - Einführung in Leben und Werk

K. Nowak

HS D, MHF, MNF, RP
2 SWS

Do 14.15-15.45 

 

 

Inhalt:
Das Hauptseminar gliedert sich in einen allgemeinen und einen speziellen Teil. Im allgemeinen Teil werden die Seminarteilnehmer mit den Hauptetappen von Schleiermachers Leben und der Entstehung seiner (Haupt-)Werke bekannt gemacht. Im speziellen Teil wenden sich die Teilnehmer der Deutung der Reden "Über die Religion" zu. Die unter "Literatur" genannten Titel werden zur Anschaffung empfohlen.
Literaturhinweise:
Friedrich Daniel Ernst Schleiermacher: Über die Religion. Reden an die Gebildeten unter ihren Verächtern. Studienausgabe. Hg. von Günter Meckenstock. Berlin/New York 1995. - Kurt Nowak: Schleiermacher. Leben, Werk und Wirkung. Göttingen 2001 (UTB 2215).
 

Ekklesiologische Texte aus Luthers Genesisvorlesung

M. Beyer, 
G. Wartenberg

HS D, MHF, MNF, RP
2 SWS

Di 14.15-15.45 

 

 

Inhalt:
Die monumentale Vorlesung Luthers über die Genesis zwischen 1535 und 1545 enthält eine nicht geringe Anzahl zusammenhängender Texte zur Lehre von der Kirche. Ursache dafür ist Luthers christologische Hermeneutik, die es ermöglicht, die Geschichte Gottes mit den Menschen in heilsgeschichtlicher Perspektive seit Adam und Eva als Geschichte zweier, einander widerstreitender Typen von Kirche in der Welt zu begreifen und "wahre" bzw. "falsche" Kirche voneinander zu unterscheiden.
Literaturhinweise:
Ulrich Asendorf: Lectura in Biblia: Luthers Genesisvorlesung (1535-1545). Göttingen 1998; Peter Meinhold: Die Genesisvorlesung Luthers und ihre Herausgeber. Stuttgart 1936;
Luthertexte nach der Weimarer Ausgabe, Bd. 42-44 sowie der zweiten Walch’schen Lutherausgabe, Bd. 1 f.
 

Bernhard von Clairvaux (1090-1153)

M. Hein

PS D, MHF, MNF, RP
2 SWS

Mo 14.15-15.45 

 

 

Inhalt:
Im Mittelpunkt des Proseminars steht die kirchengeschichtlich bedeutendste und wirkmächtigste Person des 12. Jh.s.: Bernhard von Clairvaux. Anhand seiner Gestalt und seines Lebens sollen mit Hilfe von - meist lateinischen - Texten, die Probleme, mit denen er sich auseinandersetzte, behandelt werden. Sie alle sind inhaltlich gefüllt durch Fragestellungen, die sich durch die ganze Kirchengeschichte ziehen.
Literaturhinweise:
- Christoph Markschies: Arbeitsbuch Kirchengeschichte. Tübingen 1995. 201 S. (UTB 1957)
- Peter Dinzelbacher: Bernhard von Clairvaux: Leben und Werk des berühmten Zisterziensers. Darmstadt 1998. 497 S.
- Quellentexte werden den Teilnehmern im Seminar zur Verfügung gestellt.
Bemerkungen:
Latinum vorausgesetzt.
 

Einführung in die Kirchengeschichte

A. Straßberger

PS D, MHF, MNF, RP
2 SWS

Mo 14.15-15.45 

 

 

Inhalt:
Die Lehrveranstaltung bietet einen Überblick über Gegenstand, Methoden und Formen der Urteilsbildung der Disziplin Kirchengeschichte. Entlang der traditionellen Epocheneinteilung wird anhand ausgewählter Ereignisse, Personen und Problemstellungen in die Quellen und Hilfsmittel eingeführt. Außerdem werden prinzipielle Aspekte der Kirchengeschichtsschreibung erörtert.
Literaturhinweise:
Markschies, Chr.: Arbeitsbuch Kirchengeschichte. Tübingen 1995 (UTB für Wissenschaft: Uni-Taschenbücher, 1957).
 

Oberseminar Kirchengeschichte

K. Nowak, G. Wartenberg, 
M. Beyer

OS/ 
2 SWS /

Do 16.15 – 17.45
14 tägig

 

 

Inhalt:
Diese Veranstaltung vereinigt im Rhythmus von 14 Tagen Doktoranden aus dem Bereich der Kirchengeschichte und - nach Vorabsprache - aus benachbarten Fächern. In der Hauptsache werden im Entstehen begriffene Promotionsschriften vorgestellt und im kritischen Diskurs gefördert.
Bemerkungen:
Doktoranden und Habilitanden der KG und Interessenten aus anderen Wissenschaftsbereichen; Studenten höherer Semester nach Vereinbarung.
 

Texte zur Vorlesung 
Kirchengeschichte V

K. Nowak

Ü D, MHF, MNF, RP/
1 SWS /

Di 9.15-10.00 

 

 

Inhalt:
Die Übung unterstützt die Vorlesung "Kirchengeschichte V" durch die Lektüre ausgewählter Textstücke, beispielsweise zur "Heiligen Allianz" von 1815, zur Erweckungsbewegung (Tholuck), zur Religionskritik (Marx, Stirner), zur sozialen Frage (Wichern, Ketteler) und zu den Dogmen der katholischen Kirche von 1854 und 1870. Die Lektüre soll zur Veranschaulichung der kirchenhistorischen Epoche vom Zeitalter der Französischen Revolution bis zum Ende des Ersten Weltkrieges beitragen.
Literaturhinweise:
Texte werden den Teilnehmern gestellt.
Bemerkungen:
Latein- und Englischkenntnisse sind erwünscht, jedoch nicht Bedingung.
 

Kirchengeschichtliches Repetitorium

M. Beyer

Ü D, MHF, MNF, RP
2 SWS

Di 9.15-10.45 

 

 

Inhalt:
Das Repetitorium bietet einen Durchgang durch die Kirchengeschichte von der Alten Kirche bis zum Ende des 19. Jahrhunderts einschließlich der Theologie- und Dogmengeschichte der Alten Kirche, wobei die einzelnen Wissenskomplexe durch einführende Vorträge, Arbeitsblätter und zusammenfassende Erläuterungen wiederholt werden.
Das Repetitorium dient der Vorbereitung auf die Abschlußprüfung in Kirchengeschichte in den verschiedenen Studiengängen.
Literaturhinweise:
Sommer, W.; Klahr, D.: Kirchengeschichtliches Repetitorium. Göttingen21997. (UTB; 1796); Hauschild, W.-D.: Lehrbuch der Kirchen- und Dogmengeschichte. 2 Bde. Gütersloh: GVH, 1995, 1999; Mühlenberg, E.: Epochen der Kirchengeschichte. Heidelberg; Wiesbaden 21991. (UTB; 1046)
 

Übung zur Vorlesung Dogmengeschichte (Alte Kirche)

M. Hein

Ü D, MHF, MNF, RP
2 SWS 

Di 17.45-19.15 

 

 

Inhalt:
Die Übung unterstützt die Vorlesung "Dogmengeschichte (Alte Kirche)" durch Lektüre und Interpretation von Texten und Besprechung von Einzelproblemen, um den Weg der Kirche vom 1. bis 5. Jahrhundert zu veranschaulichen.
Literaturhinweise:
Texte werden den Teilnehmern übergeben.
Bemerkungen:
Kenntnisse in Latein und Griechisch sind erwünscht, jedoch nicht Bedingung.

Christliche  Archäologie und kirchliche Kunst
 

Europäischer Kirchenbau von der Spätantike bis zum Ausgang des Mittelalters

H. Mai

V D, MHF, MNF, RP
2 SWS

Mi 14.15-15.45 

 

 

Inhalt:
Überblick über die Geschichte des europäischen Kirchenbaus in drei Kapiteln: Frühchristlicher und byzantinischer Kirchenbau - Vorromanischer und romanischer Kirchenbau - Gotischer Kirchenbau. Ausgehend von den architektonischen, liturgischen und ikonologischen Grundlegungen in frühchristlicher Zeit werden die besonderen Entwicklungen im Osten und Westen Europas bis zum Ausgang des Mittelalters aufgezeigt. Die Vorlesung dient als Basis und Leitfaden für Lehrveranstaltungen zu speziellen Themen.
Literaturhinweise:
Deichmann, F.W.: Einführung in die christliche Archäologie. - Kunze, G.: Lehre, Gottesdienst, Kirchenbau in ihren gegenseitigen Beziehungen. 2 Bde. Berlin 1955f. - Norman, E.: Das Haus Gottes: Die Geschichte der christlichen Kirchen. Stuttgart 1996. - Pevsner, N.: Europäische Architektur von den Anfängen bis zur Gegenwart. München 1963. - Reinle, A.: Zeichensprache der Architektur: Symbol, Darstellung und Brauch in der Baukunst des Mittelalters und der Neuzeit. München 1976.
Bemerkungen:
zur Vorlesung gehört eine Exkursion
 

Kirchenbau und kirchliche Kunst in Sachsen

H. Mai

HS D, MHF, MNF, RP
2 SWS

Mi 16.00-17.30 

 

 

Inhalt:
Der Freistaat Sachsen ist besonders reich an Kirchenbauten und Werken sakraler Kunst. Sie als Ausdruck des Glaubens und der Frömmigkeit zu verstehen, ist Anliegen des Seminars. Die Auswahl der Beispiele reicht von der Romanik bis zur Gegenwart. Die Gestaltung der Referate sollte unter den Gesichtspunkten von Kirchenführungen oder Unterrichtseinheiten erfolgen.
Literaturhinweise:
Dehio, G.: Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler: Sachsen I und II. München 1996/1998. - Löffler, F.: Die Stadtkirchen in Sachsen. Berlin 51989. - Magirius, H.; Mai, H.: Dorfkirchen in Sachsen. Berlin 21990. - Mai, H.: Kirchen in Sachsen: Vom Klassizismus bis zum Jugendstil. Berlin 1992.
Bemerkungen:
Das Seminar eignet sich besonders für RP. Vorgesehen ist eine Exkursion.

Ökumenik und Konfessionskunde
 

Konfessionskunde I

H. Mai

V D, MHF, MNF, RP
2 SWS

Do 9.15-10.45 

 

 

Inhalt:
Einleitend wird auf die Frage nach Einheit und Vielfalt der Kirche eingegangen. Sodann werden in zwei Hauptteilen die Ostkirchen und die Römisch-Katholische Kirche unter den Aspekten der geschichtlichen Entwicklung, der Ekklesiologie, des Kirchenrechts, des gottesdienstlichen Lebens, der Lehrbesonderheiten und der Weltverantwortung vorgestellt.
Literaturhinweise:
Heyer, F.: Konfessionskunde. Berlin 1977. - Thon, N.: Quellenbuch zur Geschichte der orthodoxen Kirche. Trier 1983. - Denzinger, H.: Kompendium der Glaubensbekenntnisse und Lehrentscheidungen / hrsg. von P. Hünermann. Freiburg 371991. Kleine Konfessionskunde / hrsg. vom Johann-Adam-Möhler-Institut Paderborn 1996. - Frieling, R.; Geldbach, E.; Thöle, R.: Konfessionskunde: Orientierung im Zeichen der Ökumene. Stuttgart 1999.
Bemerkungen:
Die Vorlesung ist für die Weiterbildung von Ethiklehrern geeignet.
 

Die Gottesdienste der Römisch-Katholischen Kirche

H. Mai

HS D, MHF, MNF, RP
2 SWS

Do 16.00-17.30 

 

 

Inhalt:
Die Katholische Kirche hat in Anwendung der Liturgiekonstitution des II. Vatikanischen Konzils die liturgischen Formulare ihrer Gottesdienste und Amtshandlungen, angefangen bei der Messe, einer Reform unterzogen. Gegenstand des Seminars sind die Liturgiekonstitution von 1963 und die auf ihr beruhenden liturgischen Instruktionen sowie die im deutschen Sprachgebiet eingeführten Ordnungen für die Eucharistiefeier, das Kirchenjahr, die Taufe, Firmung, Buße, Eheschließung, den Dienst an Kranken und Sterbenden, Bestattung, Segenshandlungen und das Stundengebet. Von den Seminarteilnehmern werden Referate zu einzelnen Gottesdiensten und Amtshandlungen gehalten.
Literaturhinweise:
Adam, A.: Grundriß Liturgie. Freiburg 1985. - Adam, A.; Berger, R.: Pastoralliturgisches Handlexikon. Leipzig 1982. - Bugnini, A.: Die Liturgiereform 1948-1975. Freiburg 1988. - Denzinger, H.: Kompendium der Glaubensbekenntnisse und kirchlichen Lehrentscheidungen. Freiburg 371991. - Katechismus der Katholischen Kirche. München; Wien; Leipzig 1996. - Klauser, Th.: Kleine abendländische Liturgiegeschichte. Bonn 1965.
 

Der moderne Mensch und die Kirche - Überlegungen und Einsichten auf dem Hintergrund der Diasporasituation der Evangelischen Kirche A.B. in der Slowakei

H.-Chr. Epting, M. Klatik, 
M. Beyer

HS(Block)/ D, MHF, MNF, RP/
2 SWS

23./24.11.01 GAW
11./12.01.02 GAW 

 

 

Inhalt:
Die Diasporasituation prägt eine Kirche in besonderer Weise. Die Evang. Kirche A.B. der Slowakei hatte in ihrer Geschichte und hat in der Gegenwart als Minderheitskirche zu leben. Was bedeutet das für die Ökumene und das christliche Zeugnis dieser Kirche in ihrem Land und gegenüber den Menschen? Der spezifische Hintergrund vermittelt Überlegungen und Einsichten aus der Sicht der Diaspora für den Verkündigungsauftrag der Kirche. An der Lehrveranstaltung wird Dr. Milos Klatik von der evang. Theologischen Fakultät der Comeniusuniversität in Bratislava/Slowakei, mitwirken.
Bemerkungen:
Für alle interessierten Studentinnen und Studenten, insbesondere für die Stipendiaten des GAW

Territorialkirchengeschichte
 

Die Herausbildung der mittelalterlichen Kirchenstruktur in Leipzig

G. Graf

Ü D, MHF, MNF, RP
2 SWS

Fr 13.15-14.45 

 

 

Inhalt:
Unter Einbeziehung archäologischer Erkenntnisse, schriftlicher Zeugnisse und topographischer Überlegungen soll über Leipzigs Anfänge nachgedacht werden. Leitschema ist dabei die Patrozinienlandschaft.
 

Mittelalterliches Schmiedehandwerk an Kirchentüren (I)

G. Graf

Ü D, MHF, MNF, RP
2 SWS

n. V. 

 

 

Inhalt:
Der Raum Leipzig besitzt eine größere Anzahl romanischer und gotischer Türbeschläge. Ihre Gestaltung reicht vom einfachen Ornament bis hin zum erzählenden Bildprogramm. Die vorgesehene Übung möchte dazu eine Bestandsaufnahme versuchen. Sie soll in voraussichtlich vier Blockeinheiten und nach Vereinbarung stattfinden. Persönliche Beförderungsmittel sind erwünscht.
Literaturhinweise:
Graf, G.: Zwischen Himmel und Hölle: zu Geschichte und Bildprogramm des romanischen Türflügels aus Wahren bei Leipzig. In Vestigia pietatis, Leipzig 2000, 49-60.

Institut für Systematische Theologie
 

Kolloquium "Neue Theologische Literatur"

M. Petzoldt, 
K. Nowak

K D, MHF, MNF, RP
1 SWS

Mo 14tägig 
17.30-19.00 

 

 

Inhalt:
Die Lehrveranstaltung verfolgt das Ziel, die Kompetenz im Umgang mit der Fachliteratur zu stärken und außerdem eine Orientierung über wichtige Neuerscheinungen auf dem Buchmarkt zu gewinnen. Den Teilnehmenden werden "Richtlinien" an die Hand gegeben, mit deren Hilfe der Zugang zum Fachbuch erleichtert werden soll (Stellung des Werkes im Oeuvre des Autors, Erkenntnisgewinn im Spiegel der Forschung, Bewertung des methodischen Ansatzes und anderes).
Literaturhinweise:
Literatur wird am Ende des Sommersemesters bekanntgegeben.
 

Doktorandenkolloquium

G. Schneider

K D, MHF, MNF, RP
2 SWS 

monatlich 4stündig 

 

 

Inhalt:
Besprechung vorliegender Vorhaben oder wichtiger Neuerscheinungen.
 

Grundkurs Systematische Theologie

G. Schneider

V D, MHF, MNF, RP
4 SWS

Di 11.15-12.45
Do 11.15-12.45 

 

 

Inhalt:
Der Grundkurs ist eine Einführungs- und Überblicksvorlesung. Am Leitfaden der Auslegung des Apostolikums werden die zentralen Themen der Systematischen Theologie behandelt. Die Vorlesung wird in der Regel dreistündig gehalten, die vierte Stunde ist der Diskussion sowie der Vorstellung wichtiger Literatur der dogmatischen Tradition vorbehalten.
Literaturhinweise:
Einführende Literatur: Barth, Karl: Dogmatik im Grundriß. 81998; Bonhoeffer, Dietrich: Widerstand und Ergebung. Briefe und Aufzeichnungen aus der Haft. Gütersloh 161997(KT 100); Joest, Wilfried: Dogmatik, Bd 1: Die Wirklichkeit Gottes. Göttingen 41995 (UTB 1336); Bd 2: Der Weg Gottes mit dem Menschen. 41996 (UTB 1413).
 

Ethik I

M. Petzoldt

V D, MHF, MNF, RP
3 SWS

Mo 8.15-10.00
Mi 11.15-12.00 

 

 

Inhalt:
Die Vorlesung strebt eine Grundlegung der Ethik an. Dazu bedarf es sowohl der Klärung des Verhältnisses der Ethik zur Theologie als auch des Nachdenkens über das Zustandekommen und über die Formen der Vermittlung von Weisungen, Werten und Normen. Wesentliche Teilbereiche sind außerdem die Fragen nach den Funktionen des Gewissens, nach Vernunft und Vernunftkritik und der Unterscheidung von Vorletztem und Letztem.
Literaturhinweise:
Bonhoeffer, D.: Ethik/hrsg. v. I Tödt; E. Feil; C. Green. (Bonhoeffer, D. Werke 6) München 1992.
Ginters, R.: Werte und Normen: Einführung in die philosophische und theologische Ethik. Göttingen 1992. - Honecker, M.: Einführung in die theologische Ethik. Grundlagen und Grundbegriffe. Berlin 1990. - Marxsen, W.: "Christliche" und christliche Ethik im Neuen Testament. Gütersloh 1989. - Handbuch der christlichen Ethik/hrsg. von A. Hertz, 3 Bde. Freiburg 1993. - Fischer, J.: Theologische Ethik. Grundwissen und Orientierung. Stuttgart/Berlin/Köln 2001.
 

Grundfragen des christlichen Glaubens

K.-H. Kandler

V MHF, MNF, RP
2 SWS

Mi 11.15-12.45 

 

 

Inhalt:
Die Vorlesung möchte auf verständliche Weise in die Dogmatik einführen und die Grundfragen des christlichen Glaubens darlegen. Rückfragen sind während der Vorlesung möglich.
Literaturhinweise:
Kühn, U.: Christlicher Glaube nach 2000 Jahren. 1999. - Voigt, G.: Was die Kirche lehrt. 1991. - Jacob, F.: Glaubenslehre. 1976.
 

Grundwissen Theologie I

M. Petzoldt, 
M. Lippold

V MHF, MNF, RP
3 SWS /

Mi 8.15-10.45 

 

 

Inhalt:
Mit dieser Lehrveranstaltung sollen Anfängerinnen und Anfänger im Studium der Theologie ebenso eingeführt werden wie in Voraussetzungen und Verständnis des Theologiestudiums, insbesondere der Systematischen Theologie: Themen, Methoden, Begriffe und Zusammenhänge. Auch soll auf die Wahrnehmung von spezifischer Verantwortung vorbereitet werden.
Literaturhinweise:
Ebeling, G.: Das Wesen des christlichen Glaubens. 1974. (GTB 8)
Jäger, A.: Mut zur Theologie - eine Einführung. Gütersloh 1983. (GTB 1407)
McGrath, A.: Der Weg der christlichen Theologie. München 1997.
Bemerkungen:
19.12.2001, 09.01.2002, 16.01.2002, 23.01.2002, 30.01.2002 jeweils 8.15-10.45 Uhr
 

Die Frage nach der Allmacht Gottes

G. Schneider

HS D, MHF, MNF, RP
2 SWS

Di 16.00-17.45 

 

 

Inhalt:
Die wichtigen Glaubensbekenntnsise der christlichen Kirchen bekennen die Allmacht Gottes. Wie ist das zu verstehen? Hans Jonas hat angesichts der Schreckensgeschehen des zwanzigsten Jahrhunderts die Frage formuliert: Wie sind Allmacht, Güte und Verstehbarkeit Gottes zusammenzudenken? Mit der Diskussion dieser Frage werden wir beginnen und im Anschluss daran zeitgenössische Versuche, von der Macht und Güte Gottes angesichts des Leidens zu reden, in den Blick nehmen.
Literaturhinweise:
Jonas, Hans: Der Gottesbegriff nach Auschwitz. Eine jüdische Stimme (st 1516), Frankfurt/M 1987; Jüngel, Eberhard: Gott als Geheimnis der Welt. Zur Begründung der Theologie des Gekreuzigten im Streit zwischen Theismus und Atheismus, 61992; Ritter, Werner / Feldmeier, Reinhard / Schobert, Wolfgang / Altner, Günter: Der Allmächtige. Annäherungen an ein umstrittenes Gottesprädikat (BTSP 13), Göttingen 1997; Kress, Christine: Gottes Allmacht angesichts von Leiden. Zur Interpretation der Gotteslehre in den systematisch-theologischen Entwürfen von Paul Althaus, Paul Tillich und Karl Barth, 1999; Bauke-Ruegg, Jan: Was heißt: "Ich glaube an den allmächtigen Gott"? ZThK 97, 2000, 46-79.
 

Grundlagen theologischer Anthropologie

M. Petzoldt, 
M. Lippold

HS D, MHF, MNF, RP
2 SWS

Mi 16.00-17.30 

 

 

Inhalt:
In diesem Seminar soll den theologischen Grundlagen einer christlichen Lehre vom Menschen nachgegangen werden. Dazu gehören die Aussagen von Schöpfung, Sünde, Gnade und Rechtfertigung des Menschen. Die Philosophie der Neuzeit hat einen gewaltigen Schub der philosophischen Anthropologie verursacht. Es hat den Anschein, als ob die klassischen theologisch-anthropologischen Aussagen nur im Einzelfall mit modernen anthropologischen Erkenntnissen ins Gespräch gekommen sind. Das Hauptseminar will sowohl die Grundlagen studieren als auch Reaktionen auf jene Herausforderungen aufsuchen und diskutieren.
Literaturhinweise:
Christlicher Glaube in moderner Gesellschaft. Teilband 24. Freiburg 1981. - H. G. Gadamer und P. Vogler (Hrsg.): Neue Anthropologie. 7 Bde. dtv. WR 4069-4074; 4148. München 1972-1974. - H. W. Wolff: Anthropologie des Alten Testaments. München 3. Aufl. 1977. - J. Moltmann: Mensch: Themen der Theologie 11. Stuttgart 1971. - W. Pannenberg: Anthropologie in theologischer Perspektive. Göttingen 1983. - Weitere Literatur wird zu Beginn des Hauptseminars genannt.
 

Die Kantaten des Weihnachtsoratoriums von Johann Sebastian Bach

M. Petzoldt, 
G. Heyn

HS(Block) D, MHF, MNF, RP
2 SWS 

30.11.01 11.01.02
01.12.01 12.01.02 

 

 

Inhalt:
In der Reihe der Blockseminare zu geistlichen Kantaten Johann Sebastian Bachs soll es um das Weihnachtsoratorium gehen. Dabei spielen vor allem die bibeltheologischen und christologischen Entscheidungen eine primäre Rolle.
Hinzu kommen evtl. Kantaten, die in den betreffenden Samstagsmotetten der Thomaner aufgeführt werden.
Literaturhinweise:
Dürr, A.: Die Kantaten von J. S. Bach. Kassel, München 1985. - Petzoldt, M.: "Texte zur Leipziger Kirchen=Music": zum Verständnis der Kantatentexte J. S. Bachs. Wiesbaden, Leipzig, Paris 1993.
Zeitgenössische Literatur: Olearius, J.: Biblische Erklärung. 5 Bde. Leipzig 1679 (im Lesesaal der Fakultätsbibliothek vorhanden). - Schertzer, J. A.: Systema Theologiae. Leipzig 1698 (in kopierfähiger Vorlage im Institut für Systematische Theologie vorhanden).
Bemerkungen:
Das Vorgespräch für das Blockseminar findet am Mittwoch, 17. 10. 2001, 11.00 Uhr Zi. 307 statt. Die Teilnehmerzahl ist auf 25 begrenzt!
 

Systematisches Proseminar: Der Kleine Katechismus Martin Luthers

G. Heyn

PS D, MHF, MNF, RP
2 SWS

Mi 14.15-15.45 

 

 

Inhalt:
Der Kleine Katechismus Martin Luthers zählt zu den Bekenntnisschriften der ev.-luth. Kirche. Im Ergebnis der Visitationen von 1527 und 1528 entstanden, hat er bis heute prägende Bedeutung zur Erlernung des christlichen Grundwissens. Das Proseminar möchte anhand der Hauptstücke des Katechismus in zentrale Themen systematischer Theologie einführen. Gleichzeitig sollen seminaristische Arbeitsweisen erlernt und geübt werden. Die Bereitschaft zur aktiven Mitarbeit (Anfertigung von Protokollen und Referaten; individuelle Vorbereitung auf die Seminarsitzungen und Teilnahme an der Diskussion) wird erwartet.
Literaturhinweise:
Die Bekenntnisschriften der ev.-luth. Kirche. Göttingen 1955 und weitere Aufl. - Zehner, J.: Arbeitsbuch systematischer Theologie: Eine Methodenhilfe für Studium und Praxis. Gütersloh 1998. - Peters, A.: Kommentar zu Luthers Katechismen, 5 Bde., hrsg. von Gottfried Seebaß. Göttingen 1990-1994.
Bemerkungen:
Das systematische Proseminar ist geeignet für Studierende, die sich in der 2. Phase ihres Grundstudiums befinden (d. h. das Erlernen der Sprachen sollte gut vorangeschritten sein, Bibelkunde und wenigstens ein exegetisches Proseminar sollten absolviert sein). Für das Proseminar sind Lateinkenntnisse von Vorteil.
Die Teilnehmerzahl ist auf 15 begrenzt!
 

Was ist Theologie? Antwortversuche aus R. Bultmanns "Theologischer Enzyklopädie"

D. Hiller

PS D, MHF, MNF, RP
2 SWS

Do 14.15-15.45 

 

 

Inhalt:
"Theologische Arbeit als begriffliche Explikation der gläubigen Existenz [ist] dann möglich, wenn sie dem Glauben aus dem Glauben für den Glauben auferlegt ist." Wie diese These R. Bultmanns zu verstehen ist, werden wir uns anhand der Diskussion und kritischen Auseinandersetzung mit seiner aus dem Nachlaß veröffentlichten Vorlesung "Theologische Enzyklopädie" erschließen. Dabei soll in das syst.-theol. Denken eingeführt werden und syst.-theol. Methoden der Textanalyse, der argumentativen Kritik und der Suche nach einer eigenen theologischen Sprache eingeübt werden.
Literaturhinweise:
Zur Anschaffung empfohlen: Bultmann, R.: Theologische Enzyklopädie. Tübingen 1984. Zur Einführung empfohlen: Lindemann, A.: Art. Bultmann. Rudolf, in: RGG4Bd. 1, 1859-1860.
Bemerkungen:
Lateinkenntnisse erwünscht, aber nicht erforderlich. Maximal 15 Teilnehmer/innen
 

Repetitorium zur Dogmatik

G. Schneider

Ü D
3 SWS

Do 16.00-18.30 

 

 

Inhalt:
Das Repetitorium wird das gesamte Gebiet der Dogmatik (d.h. die Themengebiete der drei Artikel des Glaubensbekenntnisses) bearbeiten und ist für Examenskandidaten bestimmt. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden zu jeder Sitzung selbst die Themen nach dem von ihnen gewählten dogmatischen Entwurf vorzubereiten haben. Wir werden darum bemüht sein, in jeder Sitzung eine Problemskizze zu einer dogmatischen Frage zu erstellen, um daran zu bedenken, wie der Weg von den biblischen Schriften über die Fülle der dogmatischen Tradition hin zu heute zu verantwortender dogmatischer Aussage gegangen werden kann (dabei kann durchaus auch der umgekehrte Weg von heutiger Erfahrung aus eingeschlagen werden).
Literaturhinweise:
Die Bekenntnisschriften der evangelisch-lutherischen Kirche. - Heidelberger Katechismus. - Barmer theologische Erklärung. - E. Hirsch, Hilfsbuch zum Studium der Dogmatik, 4. Aufl. 1964. - Eine zeitgenössische Dogmatik (Das soll Ihr Entwurf sein, etwa: G. Ebeling, W. Härle, W. Joest, W. Pannenberg, E. Schlink.).
Bemerkungen:
Ohne intensive Vorbereitung (ein ganzer Arbeitstag) ist der Besuch eines Repetitoriums nicht sinnvoll.
 

Was geht vor beim Abendmahl?

D. Hiller

Ü D, MHF, MNF, RP
2 SWS 

Mi 16.00-17.30 

 

 

Inhalt:
Anhand der jüngst von Michael Welker veröffentlichten Grundlegung zum Verständnis des Abendmahls soll in zentrale Themen in der Diskussion um das Abendmahl eingeführt werden. Damit die Übung ebenso wenig wie das Abendmahl selbst zu einer "traurigen Unterhaltung" (I. Kant) verkommt, wollen wir uns einer besonderen Herausforderung stellen. Unsere syst.-theol. Reflexion des Abendmahls soll einem breiten Publikum verständlich erschlossen werden. Wir werden 1-2 Gemeindeabende zum Thema "Abendmahl" in der Michaelis-Friedens-Gemeinde (Leipzig-Gohlis) erarbeiten und gestalten. Ziel ist es, die Relevanz syst.-theol. Reflexion für die Arbeit im Pfarramt zu eruieren.
Literaturhinweise:
Zur Anschaffung empfohlen: Welker, M.: Was geht vor beim Abendmahl?. Stuttgart 1999.
Bemerkungen:
Ein syst.-theol. Hauptseminar als Voraussetzung wäre wünschenswert. Maximal 8 Teilnehmer/innen
 

Thomas von Aquin, Summa theologiae. Texte zur Soteriologie (Rechtfertigung) und Christologie

U. Kühn

Ü D, MHF, MNF, RP
2 SWS

Di 17.45-19.15 

 

 

Inhalt:
Nach einem Überblick über Gliederung und Struktur der Summa theologiae des Thomas sollen ausgewählte Texte aus deren II. Teil (1 II 106-114: Neues Gesetz, Gnade, Rechtfertigung) und dem III. Teil (III 1-59. Christologie) gelesen und besprochen werden. Die Lektüre erfolgt auf Grund der deutsch-lateinischen Thomas-Ausgabe (s.u.).
Literaturhinweise:
Quelle: Die deutsche Thomas-Ausgabe: Summa theologiae, deutsch-lateinisch, Bd. 14, 26, 28 (Heidelberg/Graz 1955 u. später). - Pieper, J.: Hinführung zur Thomas von Aquin, 1958. - Pesch, O.H.: Thomas von Aquin, 1988, bes. Kap. 12 und 13.
Bemerkungen:
Latein-Kenntnisse werden vorausgesetzt.

Fundamentaltheologie und Hermeneutik
 

Rechenschaft über den christlichen Glauben (Fundamentaltheologie I)

M.G. Petzoldt

V D, MHF, MNF, RP
4 SWS

Di 9.15-10.45
Mi 9.15-10.45 

 

 

Inhalt:
Um Fundamentaltheologie geht es immer, wenn nach dem Grund des Glaubens gefragt wird. Dabei ist zu klären, was Glaube überhaupt ist. Weitere Problemkreise schließen sich an: Glaube und Religion, Glaube und Theologie, Grund des Glaubens (Offenbarung) und seine Überlieferung (Hl. Schrift). Schlußpunkt bilden die Infragestellungen des Glaubens sowie die Erwiderungen darauf (Apologetik).
Literaturhinweise:
W.G. Jeanrond/M.G. Petzoldt: Fundamentaltheologie. RGG4 III (2000), 426-436. - Handbuch der Fundamentaltheologie, 4 Bde./ hrsg. von W. Kern u.a. Freiburg 21999. - W. Joest: Fundamentaltheologie. Theologische Grundlagen- und Methodenprobleme. Stuttgart 31989 (ThW 11).
Bemerkungen:
Fundamentaltheologie II zu Fragen der Wahrheits- und Wissenschaftstheorie der Theologie im SS 2002
 

Gegenwärtige Kritik am Christentum (von Buggle bis Schnädelbach)

M.G. Petzoldt

S D, MHF, MNF, RP
2 SWS 

Mi 17.45-19.15 

 

 

Inhalt:
Das Seminar soll dazu dienen, sich einen Überblick über gegenwärtige Christentumskritik (von Psychologen, Philosophen, ehemaligen Theologen wie Lüdemann, aus neuen religiösen Bewegungen usw.) zu verschaffen und sich mit der Kritik wie mit der Gegenkritik auseinanderzusetzen.
Literaturhinweise:
Literatur wird zu Beginn bekanntgegeben.
 

Brandoms Philosophie in ihrer Bedeutung für die Theologie

M.G. Petzoldt

Ü D, MHF, MNF, RP
2 SWS

Di 14.15-15.45 

 

 

Inhalt:
Textgrundlage ist das Werk des amerikanischen Philosophen Robert B. Brandom "Expressive Vernunft", 1994 in Amerika erschienen, das eine breite Diskussion ausgelöst hat, das von der Theologie aber noch nicht wahrgenommen worden ist.
Literaturhinweise:
Robert B. Brandom: Expressive Vernunft. Frankfurt/M.: Suhrkamp 2000.

Institut für Praktische Theologie
 

Grundfragen der Seelsorge
Seelsorge I

J. Ziemer

V D, MHF, MNF, RP
3 SWS

Do 9.15-10.45
Fr 8.15-9.00 

 

 

Inhalt:
Welche Chancen und Möglichkeiten ergeben sich für die christliche Seelsorge in der gegenwärtigen Kirche und Gesellschaft? Auf dem Hintergrund dieser Frage sollen die theologischen und humanwissensschaftlichen Grundlagen der Seelsorge von einem pastoralpsychologischen Ansatz her dargestellt werden. Einzelne Themen werden u.a. sein: Biblische und historische Aspekte der Seelsorge, Menschenverständnis in Seelsorge und Psychotherapie, Theologie und Psychologie der Seelsorge, Methodik des seelsorgerlichen Gesprächs, der seelsorgerliche Beruf, organisatorische und rechtliche Fragen der Seelsorgearbeit, Ausbildung zur Seelsorge.
Literaturhinweise:
Baumgartner, I. (Hsg.): Handbuch der Pastoralpsychologie. Regensburg 1990. - Handbuch der Seelsorge, Berlin 1982. - Piper, H.-Ch.: Kommunizieren lernen in Seelsorge und Predigt, Göttingen 1981. - Scharfenberg, Joachim: Einführung in die Pastoralpsychologie, Göttingen 1985. -Winkler, Klaus: Seelsorge, Berlin 22000. -Josuttis, Manfred: Segenskräfte. Potentiale einer energetischen Seelsorge, Göttingen 2000.
Bemerkungen:
im WS 02/03: Seelsorge II - Vorlesung zu speziellen Lebensthemen und Lebenssituationen in der Seelsorge
 

Homiletisches Seminar

J. Ziemer, 
M. Böhme

HS D
6 SWS

Di 14.15-17.30
und Sonntag 

 

 

Inhalt:
In diesem Seminar geht es um die Praxis der Predigtvorbereitung. Jeder Teilnehmer und jede Teilnehmerin erarbeitet eine Predigt und hält sie dann im Sonntagsgottesdienst einer Leipziger Gemeinde. Zu den Arbeitsschritten im Seminar gehören: Textarbeit in der Gruppe, Diskussion der erarbeiteten Predigtentwürfe, Gestaltung der Gottesdienste durch die Seminarteilnehmer/Seminarteilnehmerinnen, Gemeindegespräch. Dazu werden nach Maßgabe der Zeit ausgewählte Themen der homiletischen Theorie behandelt. Die Teilnehmer/Teilnehmerinnen möchten einplanen, dass zusätzlich zur wöchentlichen Seminarsitzung an ca. 8-10 Sonntagen des Semesters die Anwesenheit zu den Seminargottesdiensten erwartet wird.
Literaturhinweise:
Bieritz, K.-H. u.a.: Handbuch der Predigt, Berlin 1990. - Zerfaß, R.: Grundkurs Predigt, Düsseldorf Bd. I 1987, Bd. II 1992. - Brinkmann, Frank Thomas: Praktische Homiletik. Ein Leitfaden zur Predigtvorbereitung, Stuttgart 2000.
Bemerkungen:
max. 18 TeilnehmerInnen. Die Teilnahme an einem praktisch-theologischen Proseminar wird vorausgesetzt. 4 Stunden Seminar und 2 Stunden Praxis (Gottesdienst mit Vor- und Nacharbeit).
 

Katechetisches Seminar 
(Arbeit mit Konfirmandinnen und Konfirmanden)

W. Ratzmann
R. Degen (Dresden)

HS D, RP
2 SWS

Do 14.15 – 17.30
siehe Bemerkungen 

 

 

Inhalt:
Das Seminar widmet sich elementaren Problemen, wünschenswerten Perspektiven und der gegenwärtigen Praxis der Konfirmandenarbeit in der evangelischen Kirche. Es wird vom ehemaligen Landeskatecheten der sächsischen Landeskirche und späteren Leiter der Berliner Stelle des Comenius-Instituts geleitet und findet sowohl in der theologischen Fakultät in zeitlichen Blöcken statt, wie auch teilweise in Hospitationsgruppen in Kirchgemeinden. Teilnahmebedingung ist die Bereitschaft zur Anfertigung und zum Halten eines Entwurfs in einer Konfirmandengruppe in Leipzig.
Literaturhinweise:
Comenius-Institut (Hg.): Handbuch für die Arbeit mit Konfirmandinnen und Konfirmanden, Göttingen 1999 oder 2000.
Bemerkungen:
Blockzeiten: 11.10.: 14.15 - 15.45 Uhr; 25.10., 8. 11., 6.12., 24.1.2002: jeweils 14.15 - 17.30 Uhr; 24.11. (Sonnabend!) 9.00 – 17.00 Uhr
 

Psyche und Glaube in Psychotherapie und Seelsorge

M. Böhme, 
M. Roth, 
J. Ziemer

S D, MHF, MHN, RP
2 SWS

Mo 17.00-18.30 

 

 

Inhalt:
In Psychotherapie und Seelsorge geht es um die Seele des Menschen, um ihre Verletzungen und um ihre Heilung. Wahrnehmungseinstellungen, Heilungsperspektiven und Interventionsmethoden unterscheiden sich mehr oder weniger deutlich. Aber es gibt zahlreiche Berührungspunkte und Interessenkonvergenzen. Wo und wie ergänzen sich Seelsorge und Psychotherapie gegenseitig? Wo sind klare Unterscheidungen angezeigt? Welche anthropologischen Grundannahmen stehen im Hintergrund? Um diese und ähnliche Fragen soll es in dem interdisziplinären Seminar gehen. Grundlegende Themen eines Dialogs zwischen Psychologie und Theologie werden ebenso zur Sprache kommen wie konkrete Fallsituationen (z.B. Schuld, Sinn des Lebens, Angst u.ä.) mit ihren religiösen und therapeutischen Aspekten. Die Lehrveranstaltung wird in Seminarform durchgeführt. Die Bereitschaft zur Übernahme kleiner Aufgaben wie Referate o.a. wird von den Teilnehmern erwartet.
Literaturhinweise:
wird in der ersten Sitzung und vorab im Internet bekannt gegeben: www.uni-leipzig.de/~prtheol/psy.htm
Bemerkungen:
Dr. Marcus Roth ist Wissenschaftlicher Assistent am Institut für Entwicklungspsychologie, Persönlichkeitspsychologie und Psychodiagnostik. Ort der Veranstaltung: Institute für Psychologie, Seeburgstraße 14-20
 

Gottesdienst heute: Herausforderungen und Chancen

B. Naumann

PS D, MHF, MNF, RP
2 SWS

Do 11.15-12.45 

 

 

Inhalt:
Der Gottesdienst als Ausgangs- , Mittel- und Zielpunkt allen kirchlichen Geschehens - werden unsere Gottesdienste diesem hohen Anspruch gerecht? Spiegeln sie das Leben in unseren Gemeinden mit der Fülle der Aufgaben und der Vielfalt der Themen wieder? Im Seminar sollen verschiedene Felder der Praktischen Theologie erschlossen und auf ihre Relevanz für den Gottesdienst der Gemeinde befragt werden. Neben den wichtigsten liturgischen Entwicklungen des 20. Jahrhunderts sollen besonders die im 1999 eingeführten "Evangelischen Gottesdienstbuch" aufgezeigten neuen Formen und Wege der Gottesdienstgestaltung in den Blick kommen - ihrer Entstehung soll nachgegangen und diese kritisch reflektiert werden.
Literaturhinweise:
Literatur: Lange, E.: Chancen des Alltags. Überlegungen zur Funktion des christlichen Gottesdienstes in der Gegenwart, München 1984. - Herausforderung: Gottesdienst, hrsg. von Reinhold Morath und Wolfgang Ratzmann. Leipzig 1997. - Evangelisches Gottesdienstbuch. Agende für die EKU und die Velkd, hrsg. von der Kirchenleitung der Velkd u. i. Auftrag des Rates der Kirchenkanzlei der EKU, Berlin-Bielefeld-Hannover 2000. - Schwier, Helmut: Die Erneuerung der Agende. Zur Entstehung und Konzeption des "Evangelischen Gottesdienstbuches", Hannover 2000.
Bemerkungen:
Zu Beginn des Semesters wird ein Reader mit den wichtigsten Texten zum Thema zur Verfügung stehen.
 

Tot - bestatten - trauern: Traditionen und Rituale im Übergang

B.Naumann

Ü D, MHF, MNF, RP
2 SWS

im Block (siehe Bemerkungen
und Internetseite)

 

 

Inhalt:
Im Umgang mit Tod und Trauer im privaten und gesellschaftlichen Bereich ist in letzter Zeit ein Wandel abzulesen. Von einer neuen Kultur des Todes wird gesprochen. Der Tod, in den letzten beiden Jahrhunderten nach und nach in funktionale Einzelelemente zerlegt, wurde an Dienstleister delegiert. Deshalb beschreibt die gängige These von der "Verdrängung des Todes" aus der Gesellschaft nur eine Wirklichkeit, noch besser ist von einer "Enteignung des Todes" zu sprechen, denn er wurde den Hinterbliebenen regelrecht aus der Hand genommen. Doch gewachsener Individualismus und Pluralismus in unserer Gesellschaft berühren nun auch immer stärker den Umgang mit dem Tod und dem Toten. Selbstbestimmung, Kreativität und Phantasie suchen nach neuen kulturellen und religiösen Ausdrucksformen beim Umgang mit Tod und Trauer.

In der Übung sollen neben einem kurzen Rückblick auf die "Kulturgeschichte des Todes" vor allem Formen gegenwärtiger Praxis bei der Bewältigung des Todes in den Blick kommen. Und es wird natürlich danach zu fragen sein, ob (und wenn, weshalb) die "Ritual- und Bewältigungsangebote" der Kirchen in ihrer einstmaligen Domäne "Tod und Bestattung" konkurrenzfähig sind.

Literaturhinweise:
Ariès, Philippe: Geschichte des Todes, 9. Aufl., München 1999. - Die Bestattung, hrsg. von der Kirchenleitung der velkd, neubearb. Ausg., Hannover 1996. - Fischer, Norbert: Wie wir unter die Erde kommen. Sterben und Tod zwischen Trauer und Technik, Frankfurt/M. 1997. - Jüngel, Eberhard: Tod, 5. Aufl., Gütersloh 1993.

Bemerkungen:
Die Übung ist als Blockseminar strukturiert - neben den Sitzungen (in die auch Bestatter/Trauerbegleiter eingeladen werden) ist die Besichtigung eines Friedhofes/Krematoriums und eine Exkursion in das Museum für Bestattungskultur nach Kassel geplant. Zu Beginn der Übung wird ein Reader mit den wichtigsten Texten zur Verfügung stehen.

Termine: Freitagabend/Samstagmorgen 19./20.10., 16./17.11., 18./19.1.2002.
 

Liturgisches Singen

L. Baumgärtel (Leipzig)

Ü D
3 SWS 

Do 15.00 

 

 

Inhalt:
Mit Hilfe dieser Lehrveranstaltung sollen die erforderlichen Grundkenntnisse im Liturgischen Singen vermittelt werden, die für eine Prüfung im Liturgischen Singen und für die pastoral-liturgische Praxis erforderlich sind. Besonders eingeladen sind hierzu Studierende mit geringen Vorkenntnissen bzw. mit besonderen Schwierigkeiten im Singen.
 

"Kind, eine lebensbedrohliche Krankheit und der Tod"

F. Krause (Leuben-Schleinitz)

Ü D, MHF, MNF, RP
2 SWS

Mo 11.15-12.45 

 

 

Inhalt:
Empirische Befunde, verbunden mit entwicklungspsychologischen Beobachtungen, werden in der Übung ausgetauscht und in Beziehung gesetzt. Im Diskurs über Problemfelder und Bewältigungsstrategien wird ein Angebot glaubensbezogener Begleitung erarbeitet.
Literaturhinweise:
Leist, Marielene: Kinder begegnen dem Tod. Gütersloh 1993. - R. Riess, K. Fiedler (Hrsg.): Die verletztlichen Jahr, Handbuch zur Beratung und Seelsorge an Kindern und Jugendlichen. Gütersloh 1993.
 

Selbsterfahrung für Theologiestudierende

F. Leuers (Leipzig)
N. N.

Ü D, MHF, MNF, RP
2 SWS

Seelsorgeinstitut
n.V. 

 

 

Inhalt:
Diese in Zusammenarbeit mit dem Seelsorgeinstitut der sächsischen Landeskirche angebotene Lehrveranstaltung bietet die Möglichkeit, in einer geschlossenen Gruppe über Fragen, die sich für die Einzelnen im Zusammenhang mit Studium und künftiger Berufsentscheidung ergeben, zu sprechen und zu arbeiten. Dabei werden Probleme der persönlichen Identität im Spannungsfeld von Glaube, Wissenschaft und Kirche im Mittelpunkt stehen. Eingeladen sind Studierende aller theologischen Studiengänge. In einer Vorbesprechung werden die gegenseitigen Erwartungen und die Möglichkeiten des methodischen Vorgehens abgeklärt.
Bemerkungen:
Friedhelm Leuers ist Pfarrer und Supervisor (DGFP/KSA); er leitet das Seelsorgeinstitut der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens in Leipzig. Vorbesprechung und Terminvereinbarung Donnerstag, 11. 10. 2001, 18.30 Uhr im Seelsorge-Institut, Paul-List-Str. 17.

Religions- und Kirchensoziologie
 

Habitus und (religiöses) Feld. Lektüreseminar zur 
(Religions-)Soziologie Pierre Bourdieus

M. Wohlrab-Sahr

HS D, MHF, MNF, RP
2 SWS

Mi 17.45-19.15 

 

 

Inhalt:
Pierre Bourdieu ist gegenwärtig einer der wenigen Soziologen, die explizit klassentheoretisch argumentieren, allerdings ausgehend von einem kultursoziologisch profilierten Klassenbegriff, in dem das Konzept des Habitus eine zentrale Brücke zwischen Sozialstruktur und sozialer Praxis bildet.
Im Seminar geht es darum, den Theorieentwurf Bourdieus in seinen Grundzügen (Habitus, Feld, Kapitalsorten etc.) zu erarbeiten und vor diesem Hintergrund seine religionssoziologischen Schriften zu verorten. Eine wesentliche Frage dabei wird sein, was man mit diesem Theorieentwurf in den Blick bekommt, und was er für die religionssoziologische Arbeit austrägt.
Literaturhinweise:
Bourdieu, Pierre: Das religiöse Feld. Texte zur Ökonomie des Heilsgeschehens. Konstanz 2000
Bemerkungen:
Die Bereitschaft zur regelmäßigen Lektüre komplexer theoretischer Texte sowie zur Erstellung von kurzen Seminarvorlagen und/oder Protokollen ist Bedingung für die Teilnahme.
 

Religion und Gewalt. Soziologische Erkundungen

M. Wohlrab-Sahr

HS D, MHF, MNF, RP
2 SWS

Do 17.45-19.15 

 

 

Inhalt:
Es gehört zu den kulturellen Wirkungen von Religionen, dass sie gesellschaftliche Interessenkonflikte und psychische Triebkräfte sowohl bannen als auch freisetzen können. Alle Religionen, die wir kennen, nehmen in irgendeiner Form Bezug auf Gewalt: Sei es, dass sie kultisch-rituelle oder religiös motivierte bzw. legitimierte Praktiken ausbilden, in denen Gewalt geregelt, gebannt, aber auch ungehemmt ausgeübt wird; sei es, dass sie innerhalb eines Mythen- oder Dogmensystems auf Gewalt affirmativ rekurrieren oder diese kritisch reflektieren. Gewalt kommt dabei als rituelle Gewalt (Opfer), als Gewalt gegen sich selbst (Martyrium, Suizid etc.), aber auch über Formen "heiligen Kriegs" ins Spiel. Von religiösen Gemeinschaften sind aber auch wichtige Impulse zur Gewaltfreiheit ausgegangen. Im Seminar soll es darum gehen, anhand von historischen und aktuellen Beispielen die Rolle von Religion in gewalttätigen Prozessen im Vergleich mit anderen Einflussgrößen zu reflektieren und das Verhältnis von Religion und Gewalt theoretisch näher zu bestimmen.
Literaturhinweise:
Colpe, Carsten: Der "Heilige Krieg": Benennung und Wirklichkeit, Begründung und Widerstreit. Bodenheim 1994
 

Forschungswerkstatt studentischer Projekte

M. Wohlrab-Sahr

Ü D, MHF, MNF, RP
4 SWS

Mi 13.00-16.00 

 

 

Inhalt:
Die Veranstaltung richtet sich ausschließlich an Studierende, Diplomand/inn/en und Doktorand/inn/en, die selbst empirische Arbeiten vorbereiten oder bereits durchführen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf interpretativen Zugängen. Im Seminar wird es um die Konzeption empirischer Forschungen ebenso gehen wie um die Diskussion erster Befunde und die Interpretation empirischen Materials.
Literaturhinweise:
Wernet, Andreas: Einführung in die Interpretationstechnik der Objektiven Hermeneutik.Opladen 2000

Missionswissenschaft
 

Agenten des Heils, HellseherInnen und ProphetInnen im keltischen, griechischen und afrikanischen Raum

C. Kiel (Schöningen)

S D, MHF, MNF, RP
2 SWS

Do 17.45-19.15
Fr 11.15-12.45 

 

 

Inhalt:
Der Wunsch, die Zukunft zu kennen, ist so alt wie die Menschheit selbst. Anknüpfend bei dem eigenen Kulturraum, der im keltischen Bereich mit den Druiden, im griechischen mit dem Orakel von Delphi auch WahrsagerInnen und ProphetInnen kennt, wird die Verbindung gezogen zu Afrika, wo bis heute die "Diviner" eine wichtige Rolle spielen. Am Beispiel der Maasai wird ihre Bedeutung untersucht. Abschließend sollen Ähnlichkeit und Verschiedenheit zu den Propheten des Alten Testaments aufgezeigt werden.
Literaturhinweise:
Andersen, D.M./Johnson, D.H. (Ed.): Revealing Prophets, Nairobi 1995. - Berntsen, J.L.: Pastoralism, Raiding and Prophets, Madison 1978. - Markale, J.: Die Druiden, Paris 1985. - Parke, H.W./Wormell D.E.W.: The Delphic Oracle, Oxford, 1956. - Rosny E. de: Heilkunst in Afrika, Wuppertal 1994.

Institut für Religionspädagogik
 

Unterrichtsplanung im Fach Religion

H. Hanisch

V D, MHF, MNF, RP
3 SWS

Mo 9.15-10.45
Mi 8.15-9.00 

 

 

Inhalt:
In der Vorlesung werden neben den rechtlichen Rahmenbedingungen des Religionsunterrichts unterschiedliche didaktische Ansätze vorgestellt und diskutiert. Schwerpunktmäßig kommen das bildungstheoretische Modell, das lerntheoretische Modell, Symboldidaktik, Unterricht als Begriffsbildung und der handlungsorientierte Unterricht zur Sprache. Diese Ansätze werden auf ihre konzeptionellen Voraussetzungen hin untersucht. Schulpraktische Übungen schließen sich im Rahmen von fachpraktischen Seminaren an.
Bemerkungen:
Der Besuch der Vorlesung ist Voraussetzung für die Teilnahme an fachpraktischen Seminaren.
 

Fachpraktisches Seminar Grundschule

H. Hanisch

HS D, RP
3 SWS /

n.V.

 

 

Inhalt:
Anhand von konkreter Unterrichtsplanung und fachdidaktischen Übungen soll das Erteilen von Religionsunterricht an den Grundschulen eingeübt werden.
Bemerkungen:
Voraussetzung: Besuch der Vorlesung "Unterrichtsplanung" vorab. Teilnehmerzahl: 7
 

Fachpraktisches Seminar Mittelschule

H. Hanisch

HS D, RP
3 SWS

n.V.

Inhalt:
Anhand von konkreter Unterrichtsplanung und fachdidaktischen Übungen soll das Erteilen von Religionsunterricht an der Mittelschule eingeübt werden.
Bemerkungen:
Voraussetzung: Besuch der Vorlesung "Unterrichtsplanung" vorab. Teilnehmerzahl: 7
 

Fachdidaktisches Seminar: Behandlung von neutestamentlichen Gleichnissen im Religionsunterricht

H. Hanisch

HS D, RP/
2 SWS 

Mo 16.00-17.30 

 

 

Inhalt:
Nach grundlegender theologischer Erörterung von neutestamentlichen Gleichnissen werden didaktische Modelle zur Behandlung von Gleichnissen im Religionsunterricht diskutiert und Unterrichtsentwürfe entwickelt.
 

Einführung in die Unterrichtsbeobachtung

Chr. Gramzow

PS D, RP
2 SWS

Di 9.15-10.45 

 

 

Inhalt:
Das Seminar macht mit verschiedenen Methoden der Unterrichtsbeobachtung und Unterrichtsanalyse vertraut. Die Studierenden erhalten die Gelegenheit, theoretisches Wissen im Rahmen von Hospitationen an Leipziger Schulen auszuprobieren.
 

Einführung in die Religionspädagogik

Chr. Gramzow

PS D, MHF, MNF, RP
2 SWS

Do 13.00-14.30 

 

 

Inhalt:
Neben dem Blick auf die aktuelle Situation des RU vor allem im Freistaat Sachsen ist es Ziel der Lehrveranstaltung, die historische und gegenwärtige Entwicklung der Religionspädagogik kennenzulernen. Die Studierenden werden angeregt, sich angesichts der Vielfalt der Theorieansätze eine eigene Meinung zu bilden.

Institut für Liturgiewissenschaft der VELKD bei der Theologischen Fakultät
 

Basistexte zur Geschichte des christlichen Gottesdienstes IV

J. Neijenhuis

Ü D, MHF, MNF, RP
2 SWS

Mo 11.15-12.45 

 

 

Inhalt:
Es werden Basistexte gelesen und diskutiert, welche die geschichtliche Entwicklung des christlichen Gottesdienstes des lateinischen Westens in der Zeit der Reformation aufzeigen. Hinzu kommen Texte, die für die Gottesdienstfeier verwendet worden sind.

Alle Texte beziehen sich auf Beschreibungen liturgischer Vollzüge und auf Fragen zur Theologie des Gottesdienstes. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse werden mit gegenwärtigen Gottesdienstverständnissen in Beziehung gesetzt.

Literaturhinweise:
Peter Cornehl: Evangelischer Gottesdienst von der Reformation bis zur Gegenwart VIII (TRE 14) S. 54-61. Herman A. J. Wegman: Liturgie in der Geschichte des Christentums, Regensburg 1994.
 

Liturgisches Handeln

J. Neijenhuis

Ü D, MHF, MNF, RP
2 SWS

Di 11.15-12.45 

 

 

Inhalt:
Im Mittelpunkt dieser Übung steht das Erlernen von sinnvollem liturgischen Handeln, das Sprechen und Singen, Stehen und Gehen, Gebärden und liturgische Vollzüge etc. umfasst. Ziel ist, dass die Teilnehmenden erlernen, nicht nur mit ihren Worten, sondern auch mit ihrem Verhalten gottesdienstliche Kommunikation zu ermöglichen. Hinzu kommt Gottesdienstkunde mit einer Einführung in das Agendenwerk, Gesangbuchkunde, Liturgische Orte und Geräte (Vasa sacra et non sacra), Paramentik, Kirchenjahr, Dramaturgik des Gottesdienstes.
Im Anschluss an diese Übung kann der Schein »Liturgisches Singen« mit einer Prüfung erworben werden.
Literaturhinweise:
Dietrich Stollberg: Liturgische Praxis. Kleines evangelisches Zeremoniale, Göttingen 1993. Ottfried Jordahn: Das Zeremoniale, in: Handbuch der Liturgik, hg. v. Hans-Christoph Schmidt-Lauber/Karl-Heinrich Bieritz, Leipzig 1995, S. 537-562.
Bemerkungen:
maximal 8 Teilnehmende, Notenkenntnisse werden vorausgesetzt; die Übung wird im Liturgiewissenschaftlichen Institut, Löhrstr. 17, stattfinden; einige Male wird sie in die St. Nikolai-Kirche verlegt.

Lektorat für Alte Sprachen
 

Griechisch I

Chr. Streibert

SK D, MHF, MNF
6 SWS

Di 14.15-15.45
Do 16.00-17.30
Fr 9.15-10.45

 

 

Inhalt:
Der Kurs, der im 1. Semester Grundkenntnisse der altgriechischen Sprache vermittelt, führt über drei Semester zum Graecum im Februar 2003.
Literaturhinweise:
Autorenkollektiv: Kantharos. Lese- und Arbeitsbuch. Stuttgart, 1994ff. - Lahmer, K.: Grammteion. Griechische Lerngrammatik. Stuttgart, 1995.
Bemerkungen:
Die Lehrveranstaltung schließt einen Intensivkurs im September/Oktober 2002 nach einem besonderen Plan ein.
 

Griechisch II

H. Hassenrück

SK D, MHF, MNF, 
6 SWS 

Di 16.00-17.30
Mi 16.00-17.30
Fr 9.15-10.45

 

 

Inhalt:
Fortsetzung des Griechisch-I-Kurses. Neu hinzukommende Studenten sollten ein Semester Altgriechisch gehabt haben und wesentliche Teile der Formenlehre beherrschen. Ziel ist der Übergang zur Originallektüre.
 

Griechisch III

H. Hassenrück

SK D, MHF, MNF
6 SWS

Mo 11.15-12.45
Mi 11.15-12.45
Fr 11.15-12.45

 

 

Inhalt:
Der Kurs führt zum Graecum.
 

Hebräisch I

Chr. Streibert

SK D, MHF, MNF
4 SWS /

Mi 14.15-15.45
Fr 11.15-12.45 

 

 

Inhalt:
In diesem Kurs werden Grundlagen der althebräischen Formen- und Satzlehre erarbeitet.
Literaturhinweise:
Jenni, E.: Lehrbuch der hebräischen Sprache. Basel, 1981. - Stähli, H.-P.: Hebräische Kurzgrammatik. Göttingen, 1984. - Biblia Hebraica Stuttgartensia. - Gesenius, W.: Hebräisches und aramäisches Wörterbuch über das Alte Testament.
Nachdruck der 17. Aufl., Berlin 1962.
Bemerkungen:
Der Kurs beginnt bereits eine Woche vor Vorlesungsbeginn (1.10.2001, 13.00 Uhr) nach besonderem Plan und schließt einen Intensivkurs im Februar/März 2002 ein.
 

Hebräisch II

Chr. Streibert

SK D, MHF, MNF
4 SWS /

Di 16.00-17.30
Do 11.15-12.45 

 

 

Inhalt:
Fortführung des Kurses Hebräisch I vom SS 2001. Vermittlung und Festigung grammatischer Kenntnisse. Lektüre hebräischer Bibeltexte.
Literaturhinweise:
Jenni, E.: Lehrbuch der hebräischen Sprache. Basel, 1981. - Stähli, H.-P.: Hebräische Kurzgrammatik. Göttingen, 1984. - Biblia Hebraica Stuttgartensia. -
Gesenius, W.. Hebräisches und aramäisches Wörterbuch über das Alte Testament.
Nachdruck der 17. Aufl., Berlin, 1962.
Bemerkungen:
Die Lehrveranstaltung schließt eine Intensivkurs vom 29.08.2001 bis 14.09.2001 und 1.10.2001 bis 5.10.2001 nach einem besonderen Plan ein.
 

Latein, Grundkurs I

H. Hassenrück

SK D, MHF, MNF, RP/
4 SWS 

Mo 9.15-10.45
Mi 9.15-10.45 

 

 

Literaturhinweise:
Lehrbuch: Latinum. Ausgabe B, Vandenhoeck & Ruprecht.
 

Latein I

H. Hassenrück

SK D, MHF, MNF, RP
6 SWS 

Mo 7.30-9.00
Mi 7.30-9.00
Fr 7.30-9.00

 

 

Literaturhinweise:
Material wird zu Kursbeginn ausgegeben.
 

Latein II

Chr. Streibert

SK D, MHF, MNF, RP
6 SWS

Di 11.15-12.45
Mi 11.15-12.45
Do 14.15-15.45

 

 

Inhalt:
Dieser Kurs ist die Fortsetzung des Kurses Latein I vom SS 2001. In ihm wird das Lehrbuch "Latinum" abgeschlossen und die Lektüre von Caesars "De bello Gallico" begonnen.
Literaturhinweise:
Latinum. Ausgabe B. Göttingen, 1997. - Lateinische Kurzgrammatik. Frankfurt/M., 1995. - Stohwasser, J.: Lateinisch-deutsches Schulwörterbuch. München 1994. - Über weitere Literatur zur Lektüre informiert der Kursleiter.
Bemerkungen:
Diese Lehrveranstaltung schließt einen Intensivkurs im Februar/März 2002 nach einem besonderen Plan ein.
 

Latein III

R. Rosenkranz

SK D, MHF, MNF, RP/
6 SWS

Di 11.15-12.45
Do 11.15-12.45
Fr 14.15-15.45

 

 

Inhalt:
Weiterführung des Kurses vom SS 2001. Textlektüre: Plinius, Cicero. Systematische Wiederholung der lateinischen Syntax. Vorbereitung auf das Latinum.
Literaturhinweise:
Lehrbuch Latinum B. 2 Aufl., Göttingen 1997. - Lateinische Kurzgrammatik, Frankfurt/M. 1975. - Lateinisches Lesebuch, Berlin 1967 (wird vom Lektorat geliefert).
Bemerkungen:
Der Kurs beginnt bereits am 24.9.2001 und findet vom 24.-29.9.2001 und vom 1.-5.10.2001, 9.00 - 10.30 und 11.00 - 12.30 Uhr statt.
 

Neutestamentliches Griechisch I 
für Religionspädagogen

R. Rosenkranz

SK MHF, MNF, RP/
4 SWS

Mi 14.15-15.45
Do 14.15-15.45 

 

 

Inhalt:
Einführung in die wichtigsten Erscheinungen auf dem Gebiete der Formenlehre und Syntax des neutestamentlichen Griechisch. Erarbeitung eines Grundwortschatzes. Lektüre neutestamentlicher Sätze und Texte.
Literaturhinweise:
Studienmaterial wird gegen Entgelt geliefert.
 

Latein-Lektüre: Plinius, Cicero

R. Rosenkranz

SK D, MHF, MNF, RP/
4 SWS

Mi 11.00-12.30
Fr 11.00-12.30 

 

 

Bemerkungen:
für Studierende der Theologie nicht geeignet!
 

Latein - Grundkurs I

R. Rosenkranz

SK MHF, MNF, RP/
4 SWS

Di 13.30-15.00
Do 9.00-10.30 

 

 

Bemerkungen:
für Studierende der Theologie nicht geeignet!
 

Graecum - Kurs I

R. Rosenkranz

SK MHF /MNF
6 SWS

Di 15.15-16.45
Mi 9.15-10.45
Fr 9.15-10.45

 

 

Bemerkungen:
für Studierende der Theologie nicht geeignet

Angebote anderer Fakultäten
 

Kirchliche Rechtsgeschichte

G. Dolezalek

V/ D, MHF, MNF, RP/
2 SWS /

Di 17.15-18.45 

 

 

Inhalt:
Inhalt: Das kulturelle Erbe aus der jüdischen und christlichen Tradition hat viele Jahrhunderte lang Rechtslehre, Rechtsetzung und Rechtspraxis stark beeinflusst - bis in die jüngste Zeit hinein. Die Vorlesung zeigt solche Einflüsse auf. Sie berichtet aber zudem auch über die vom Staat unabhängige, eigenständige Rechtsorganisation der Kirche, welche im Mittelalter eine weit stärkere Rolle spielte als heute. Es bestand sozusagen ein kirchlicher Rechtsstaat. Dessen Einrichtungen dienten als Modell für Schaffung entsprechender staatlicher Einrichtungen.
Literaturhinweise:
Literatur: Wird in der Vorlesung bekannt gegeben. Eine Liste der in Leipzig vorhandenen Bücher aus der Zeit bis 1939 steht im Internet: www.uni-leipzig.de/~jurarom/catalog/index.htm, Band 36.
 

Regierungsorganisation und Mitbestimmung in der Kirche

G. Dolezalek

S D, MHF, MNF, RP/
2 SWS /

Mo 17.15-18.45 

 

 

Inhalt:
Folgende Referate sind zu vergeben:

1.Petrusamt - Ordination - Missionsauftrag und Priestertum aller Gläubigen; 2.Beteiligung Nicht-Ordinierter an der Sakramentsverwaltung; 3.Evangelischer Superintendent, Bezirksynode, Bezirkskirchenamt und Kirchenamtsrat; 4.

Katholischer Bischof, Diözesansynode, Generalvikariat und bischöfliche Kurie; 5.Koordination durch Deutsche Bischofskonferenz, VELKD, EKU, EKD; 6.Evangelischer Landesbischof, Landeskirchenamt, Synode; 7.Papst, päpstliche Kurie, Nuntius, Ökumenisches Konzil; 8.Autonomie der Gemeinden - aber Buchprüfung, Haushaltskontrolle, Visitation; 9.Wer leitet die örtliche Kirchgemeinde: Pfarrer, Kirchenvorstand, Gemeindeversammlung; 10.

Kirchenmusiker und Katecheten: zwischen eigenständigem Verkündigungsauftrag und Weisungsgebundenheit; 11.Freiheit, sich einer beliebigen Kirchgemeinde anzuschließen, oder Parochialzwang? 12.Freie Wahl des Beichtvaters, oder Beichtzwang ? 13.Mitarbeitervertretung; 14.Beteiligung von Mitarbeitern beim Ausarbeiten von Dienstordnungen, Vergütungsordnungen usw.; 15.Lehrzucht, Disziplinarrecht bei Pfarrern und Kirchenbeamten, Disziplinierung anderer Mitarbeiter; 16.Exkommunikation bei reuelosem Verharren in skandalös öffentlicher Sünde; 17.Rechtsweg gegen kirchliche Verwaltungsakte.

Die Referate sollten die historischen Wurzeln des Themas mit beleuchten und sollten Vergleiche zu anderen kirchlichen Rechtsordnungen und zu staatlichem Recht ziehen. Je nach Thema können die Referate folgenden Wahlfachgruppen der Juristen zugerechnet werden: Rechts- und Verfassungsgeschichte, kollektives Arbeitsrecht, Internationales Privatrecht … Rechtsvergleichung, Allgemeine Staatslehre … (Vgl. § 23 Abs. 2 Sächs. JAPO).

Literaturhinweise:
Die Referenten erhalten Hilfe beim Suchen von Literatur zu ihrem Thema und allgemein beim Einarbeiten in das Wissensgebiet insgesamt.
 

Englisch für Theologen

G. Middell

Ü D, MHF, MNF, RP/
2 SWS

n. V.

 

 

Inhalt:
Die fachsprachliche Übung beinhaltet:
- Lesen und Diskussion von Fach- und Bibeltexten (Textvergleich): King James Version und Revised Standard Version)
- Hörverstehen von Ton- und Videoaufzeichnungen
- Diskussion von fachspezifischen Themen
Literaturhinweise:
The Bible: (Revised Standard Version) - Religion in America and Britain. Klett-Verlag.
Bemerkungen:
Die Festlegung der Unterrichtszeit erfolgt am ersten Donnerstag des Semesters, 13.00 Uhr.Der Raum wird über Aushang bekanntgegeben.
 

Die Philosophie Immanuel Kants

J. Engfer

V D, MHF, MNF, RP
2 SWS /

Mi 11.00 – 13.00
HSG HS 18 

Inhalt:
Die Vorlesung will historisch und systematisch in die Philosophie Immanuel Kants einführen; sie wird einen Überblick über seine Schriften und zentrale Thesen geben und ihre sachliche Bedeutung, ihren systematischen Zusammenhang und ihre historische Wirkung diskutieren. Die Vorlesung setzt keine philosophischen Vorkenntnisse voraus und eignet sich für Hörer aller Fakultäten.
 

Philosophieren – wie macht man das?

G. Meggle

V D, MHF, MNF, RP
2 SWS /

Mi 9.00 – 11.00 
HSG HS 21 

Was an der ganzen Philosophie am schwierigsten ist? Die Antwort ist Ihnen vielleicht schon bekannt: der Einstieg! Genauer: der richtige!

Was man tun muß, um diesen zu finden, dafür gibt es (leider oder zum Glück, je nachdem, wie man unser Fach sieht) keine allgemein gültigen Regeln; aber es gibt immerhin eine ganze Reihe methodischer Tricks, die verhindern, daß schon gleich von Anfang an alles weitere sogenannte Philosophieren schief geht – und mit deren Hilfe auch nach dem Einstieg der Rest sehr viel leichter ‚von der Hand geht‘. Ein paar davon möchte ich Ihnen gerne verraten - und zwar im Kontext einer (historisch-systematisch gemischten) Einführung in die traditionellen Hauptfragen und Probleme der Philosophie.

Die klassischen Problembereiche wären in etwa:

I Logik
II Erkenntnistheorie
III Wissenschaftstheorie
IV Sprachphilosophie
V Ontologie & Metaphysik
VI Handlungs- und Entscheidungstheorie
VII Sozialphilosophie
VIII Philosophie des Geistes
IX Ethik
X Rechts- und Politische Philosophie
XI Religionsphilosophie
XII Ästhetik
XIII Anthropologie
XIV Geschichte der Philosophie
XV Nicht-westliche Philosophien
XVI Philosophie-Philosophie

Klar, daß in einer Vorlesung auch nicht mal skizzenhaftalle diese Bereiche zu behandeln sind. Aber so ein Drittel davon sollte zu packen sein. In dieser Vorlesung geht es nur um die fetten Bereiche.

Basis der Vorlesung ist eine Auswahl von historischen Texten (pro Bereich ca. 4-5). Die Textsammlung zu den ausgewählten Bereichen kann ab dem 1.10. im Institutssekretariat erworben werden und hängt ab dann auch im Netz: siehe Link Lehre WS 01 / 02 unterwww.uni-leipzig.de/~philos/meggle.htm

Teil der Vorlesung sind gemeinsame Übungen, für die es dann auch noch spezielle Übungsblätter gibt. Im Rahmen dieser Veranstaltung kann ein Proseminar-Schein erworben werden. Für Teilnehmer, die von dieser Möglichkeit Gebrauch machen wollen, findet eine Abschlußklausur statt.

Diese Vorlesung wird durch das Pflicht-Proseminar Einführung in das Studium der Philosophie ergänzt. Dieses findet unmittelbar im Anschluß an diese Vorlesung statt; am gleichen Ort.
 

Philosophie der Geschichte

P. Stekeler-Weithofer

V D, MHF, MNF, RP
2 SWS

Mo 11.00 st - 12.30 
HSG HS 15 

Der Begriff der historischen Wahrheit ist von Interesse, weil wir hier davon ausgehen, daß das, was geschehen ist, bestimmt, was wahr ist, jenseits von jedem Meinen und Glauben. Andererseits sind gerade geschichtliche Aussagen nicht unabhängig von Deutungen, vom Verständnis der Intentionen der Akteure, der Struktur sozialer Praxis- und Lebensformen, ja der späteren Entwicklung. Damit wird das Problem geschichtlicher Wahrheit zum allgemeinen Problem hermeneutischen Verstehens in seiner Spannung zur 'positivistischen' Auffassung, daß Fakten möglichst rein, empirisch, deutungsfrei wiederzugeben sind. Sind aber Intentionen von Personen und Wir-Gruppen überhaupt so untersuchbar?

Literaturhinweise:

  • E. Angehrn, "Vernunft in der Geschichte? Zum Problem der Hegelschen Geschichtsphilosophie",Zeitschrift f. phil. Forschung, Bd. 35, Heft 3/4 , 1981, 341–364.
  • H. M. Baumgartner, "Philosophie der Geschichte nach dem Ende der Geschichtsphilosophie,"Allgemeine Zeitschrift für Philosophie, Jg. 12, Heft 3, 1987, 1–21.
  • R. Bubner, Geschichtsprozesse und Handlungsnormen, Frankfurt/M. 1984.
  • C. Danto, Analytical Philosophy of History, Cambridge 1965.
  • J. Habermas, Der philosophische Diskurs der Moderne, Frankfurt/M. 1985.
  • G. W. F. Hegel, Vorlesungen über die Philosophie der Weltgeschichte, Bd. I, Die Vernunft in der Geschichte, hrsg. v. J. Hoffmeister, Hamburg 1970 und Bd. II – IV, hrsg. v. G. Lasson, Hamburg 1976.
  • W. Kamlah, Utopie, Eschatologie, Geschichtsteleologie, Mannheim 1969.
  • H. D. Kittsteiner, Naturabsicht und Unsichtbare Hand, Frankfurt/M. 1980.
  • H. D. Kittsteiner, Listen der Vernunft, Frankfurt/M. 1998.
  • P. Kondylis, Der Niedergang der bürgerlichen Denk- und Lebensform. VCH Weinheim 1991.
  • K. Löwith, Weltgeschichte und Heilsgeschehen, Stuttgart 1953.
  • O. Marquard, Schwierigkeiten mit der Geschichtsphilosophie, Frankfurt 1973.
  • H. Nagl-Docekal (Hg.), Der Sinn des Historischen, Frankfurt/M. 1996.
  • J. Rüsen (Hg.), Historische Objektivität, Göttingen 1975.
  • J. Rüsen, Für eine erneuerte Historik, Stuttgart 1976.
  • J. Rüsen, Rekonstruktion der Vergangenheit. Göttingen 1986.
  • H. Schnädelbach, Geschichtsphilosophie nach Hegel, München 1974.
  • G. B. Vico, Prinzipien einer neuen Wissenschaft über die gemeinsame Natur der Völker. Bd 1. Übers. und Hg. C. Jermann & V. Hösle, Hamburg 1990.
  • H. U. Wehler, Geschichte als historische Sozialwissenschaft, Frankfurt 1977.
  • W. Welsch, Unsere postmoderne Moderne, Weinheim 1987.

Was heißt "Gestalt"?

Chr. Türcke (Leipzig)

V D, MHF, MNF, RP
2 SWS

Do 15.00-17.00
HSG HS 15
14 tägl.

"Gestalt" kann sowohl als erkenntnistheoretischer wie als ästhetischer und moralischer Schlüsselbegriff gelesen werden. Sind Gestalten etwas Integrales oder nur Zusammengesetztes? Etwas Unantastbares oder beliebig Zerlegbares? Ist ihre Wahrnehmung etwas Primäres oder Sekundäres? Darüber waren schon die antiken Platoniker mit den Atomisten im Streit, und er reicht über den Urpflanzen-Disput zwischen Goethe und Schiller bis in die moderne Biotechnologie.

Die Vorlesung bildet mit dem Hauptseminar "Die Philosophie der Gestaltpsychologie" eine kompakte Einheit. Beide Veranstaltungen können aber auch separat besucht werden.
 

Martin Heidegger: Die Frage nach dem Ding

P. Grönert

PS D, MHF, MNF, RP
2 SWS 

Di 15.00 – 17.00
SG 4-07/08

Das Buch bringt den Text einer Vorlesung, die Heidegger im Wintersemester1935/1936 unter dem Titel "Grundfragen der Metaphysik" gehalten hat. Die leitende Frage der Vorlesung, nämlich "Was ist ein Ding?", erläutert Heidegger im ersten Teil in ihrem spezifisch philosophischen Sinn. Dabei geht es ihm vor allem darum, die Eigentümlichkeit philosophischer Fragen gegenüber denen des Alltags und der Wissenschaften abzuheben. Im zweiten Teil der Vorlesung rekonstruiert Heidegger, wie Kant diese Frage in der Kritik der reinen Vernunft entfaltet. In dem Seminar wollen wir uns dem Denken Heideggers annähern, indem wir uns von ihm in Kants Philosophie einführen lassen.

Martin Heidegger, Die Frage nach dem Ding. Zu Kants Lehre von den transzendentalen Grundsätzen. Tübingen 1962.
 

Rechtfertigung und religiöser Glaube

Chr. Jäger

PS D, MHF, MNF, RP
2 SWS

Mo 15.00 – 17.00
SG 2-71/72

Das Proseminar ist eine Einführung in die moderne Religionsphilosophie und beschäftigt sich insbesondere mit neueren erkenntnistheoretischen Analysen religiösen Glaubens. Teilnehmer: Fortgeschrittene Student(inn)en des Grundstudiums (2.-4. Semester); Studenten des Hauptstudiums sind willkommen. Lektüre: Alvin Plantinga: "Warranted Christian Belief", Oxford: Oxford University Press, 2000.

Die Teilnehmer sollten bereit sein, den englischen Text zu den jeweiligen Sitzungen gründlich vorzubereiten.
 

Basistexte zur Allokationsethik

W. Lübbe

PS D, MHF, MNF, RP
2 SWS /

Do 9.00 – 11.00
SG 2-71/72

Im Seminar werden wichtige, verstreut publizierte Texte zu den Grundlagen und Anwendungsgebieten der sog. Allokationsethik gelesen. Dieses Teilgebiet der angewandten Ethik beschäftigt sich vorwiegend mit Bereichen gesellschaftlicher Praxis, in denen lebenswichtige Ressourcen zu verteilen sind, die jedoch knapp sind. Die Entscheidungen bedeuten also zugleich für einige Betroffene den Tod. Praktisch relevante Beispiele finden sich in der Medizinethik (Organallokation, Rationierung), aber auch in anderen Bereichen (knappe Plätze in Rettungsbooten u.ä.). Solche Entscheidungen sind aufgrund ihrer existentiellen Dimension in besonderem Maße legitimationsbedürftig, zugleich aber auch besonders schwierig zu legitimieren, da an einen kurz- oder langfristigen Eigennutzen der Betroffenen nicht angeknüpft werden kann. Dieser speziellen Konstellation wegen ist die Thematik zugleich geeignet, bestimmte Probleme der moralphilosophischen Grundlagendebatte zum Thema Verteilungsgerechtigkeit besonders pointiert vor Augen zu führen.

Die Veranstaltung "testet" Arbeitsmaterial, das in einem für Studienzwecke entworfenen Reader zum Thema publiziert werden soll, und ist daher auf Rückmeldungen der Studierenden zur Ergiebigkeit, zur Verständlichkeit und zum Zusammenhang der Texte besonders angewiesen.
 

Kants praktische Philosophie

U. Wessels

PS D, MHF, MNF, RP
2 SWS

Do 9.00 – 11.00
SG 2-11/12

Bei Kants praktischer Philosophie, soviel ist unkontrovers, handelt es sich um einen der einflußreichsten Entwürfe in der Geschichte der Philosophie. Sie umfaßt  Gedanken u.a. zu Autonomie und Freiheit, Wollen und Sollen, dem Begriff der Würde und dem berühmten "kategorischen Imperativ". Am wichtigsten sind die Beiträge zur Moral -- zu ihrer Form, ihrem Inhalt und ihrer Verankerung in der Vernunft.

Wir werden uns in diesem Proseminar einen ersten Überblick über diese Gedanken verschaffen. Wir wollen dabei sehen, wie sie zusammenhängen: miteinander, mit Kants theoretischer Philosophie, mit der praktischen Philosophie seiner Zeit und mit heutigen Zugängen zu denselben Fragen. Details und Lektüre werden zu ihrem Recht kommen, sollen aber dieser Suche nach den großen Zusammenhängen Vorfahrt gewähren. Etwa die Hälfte des Seminars wird der Lektüre der Grundlegung gewidmet sein (deren Text sich jeder besorgen sollte), der Rest des Programms und die zugehörigen Textausschnitte aus anderen Werken werden in der ersten Sitzung angegeben.

Literatur:
Immanuel Kant, Grundlegung zur Metaphysik der Sitten, hrsg. von Bernd Kraft und Dieter Schönecker, Hamburg 1999,  Felix Meiner Verlag. (Besorgen Sie sich den Text bitte in dieser Ausgabe, weder in der eines anderen Verlages noch in einer der früheren Ausgaben des Meiner-Verlags.)
 

Brentanos Philosophie des Geistes

M. Siebel

S D, MHF, MNF, RP
2 SWS

Di 11.00 – 13.00
SG 2-11/12

Franz Brentanos dreibändiges Werk Psychologie vom empirischen Standpunkt (Erstauflage 1874) ist ein Klassiker der Philosophie des Geistes und der Philosophie der Psychologie. Im Seminar werden wir Ausschnitte aus diesem Text besprechen, um so einen Einblick in eine Vielzahl von immer noch aktuellen Themen aus diesen Bereichen zu bekommen. Zu ihnen gehören die Introspektion und ihr Nutzen für die Psychologie, die Beziehung zwischen Psychologie und Physiologie, die Intentionalität (Gerichtetheit) psychischer Phänomene, die Abgrenzung des Psychischen vom Physischen, die Unterscheidung zwischen Urteilen, Vorstellungen und Gefühlen sowie die "Unwirklichkeit" von Farben, Tönen und Gerüchen.
 

Über Kunst sprechen

H. Tegtmeyer

S D, MHF, MNF, RP
2 SWS

Fr 11.00 – 13.00
SG 2-11/12

Wenn wir über Kunst sprechen, stellen wir oft Fragen wie: Ist das ein Kunstwerk? Ist es schön? Was bedeutet es? Ist es wichtig? – Eine grundlegende Skepsis gegenüber der Möglichkeit überindividueller Antworten ist dabei längst zum Gemeinplatz geworden. Kunstbeurteilung, so scheint es vielen, ist Sache des ganz subjektiven Geschmacks.

Ziel des Seminars ist es, die Voraussetzungen dieser plausibel scheinenden Ansicht zu prüfen. Einige davon, so viel wird sich zeigen, ergeben sich aus der Entwicklung des neuzeitlichen Rationalitätsbegriffs und stehen und fallen mit seiner dominierenden Fassung, die man am besten an ihren historischen Ursprüngen aufsucht. Im Seminar sollen daher einschlägige Texte von D. Hume und I.Kant einer kritischen Lektüre unterzogen werden. Ausblicke auf neuere und neueste kunstphilosophische Positionen werden sich anschließen.

Textgrundlage:

  • David Hume: Of the Principles of Taste. 1757 (wird als Kopiervorlage bereitgestellt)
  • Immanuel Kant: Kritik der Urteilskraft. – Königsberg 1790.

Zur Vorbereitung empfohlen:

  • Rüdiger Bittner, Bernhard Pfaff (Hg.): Das ästhetische Urteil. – Köln 1977.
  • Markus Otto: Ästhetische Wertschätzung. Bausteine zu einer Theorie des Ästhetischen. – Berlin 1993.
  • Karlheinz Lüdeking: Analytische Philosophie der Kunst. Eine Einführung. – München 1998. (UTB)

Philosophisches Kolloquium Eigentum, Individuum und gesell-
schaftliche Integration

P. Stekeler-Weithofer

K D, MHF, MNF, RP
2 SWS 

Mi 18.30 – 20.00
Ritterstr. 26
Neuer Senatssaal