Veranstaltung am

Veranstaltungsort: Saal der röm.-kath. Propsteigemeinde St. Trinitatis

Herzliche Einladung zum Vortrag von Prof. Dr. Alexander Deeg! Alle Interessierten aus Stadt, Kirche und Universität sind willkommen. Der Eintritt ist frei. Ein Mund-Nasen-Schutz ist mitzubringen.

Die Corona-Krise traf auf Kirchen, die sich angesichts rapide sinkender Mitgliederzahlen und absehbarer Finanzprobleme selbst im Krisenmodus befinden. Die flächendeckende Unmöglichkeit, Gottesdienste in Kirchengebäuden zu feiern, wurde von manchen im Frühjahr 2020 als Ausweis der fehlenden „Systemrelevanz“ der Kirchen in der Gesellschaft interpretiert. Andererseits wurde in den Wochen des Lockdowns vielerorts eine erstaunliche liturgische, homiletische und poimenische Kreativität sichtbar – nicht nur im digitalen Raum. Kirchliche Angebote wurden und werden nachgefragt. Auf der anderen Seite wiederum stellt nicht nur der Zukunftsforscher Matthias Horx fest, es sei erstaunlich, „dass Gott und die Religionen in ihrer bekannten und institutionalisierten Form in dieser Krise kaum eine Rolle spielen.“ Der Vortrag geht von einer Wahrnehmung und Analyse dieser ambivalenten Phänomene aus und fragt, ob und inwiefern die Krise eine Chance für die Kirchen bedeuten kann. Gegenwärtige kirchliche Zukunftspapiere werden kritisch gewürdigt – und immer wieder erscheint die theologische Frage nach „Gott“ und dem kirchlichen Reden von ihm in Zeiten der Krise im Horizont der Überlegungen.

Erstellt von: Prof. Dr. Dr. Andreas Schüle und Prof. Dr. Wolfgang Ratzmann